Druck- und Schlagversuche an Leichenlendenwirbelsäulen

  • Bernd Langmaack
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Zusammenfassung

Trotz der experimentell erzeugten großen Belastung der Lendenwirbelsäule wurde, solange das funktionelle Gleichgewicht nicht gestört war, weder ein merklicher Elastizitätsverlust noch eine Zerstörung der Wirbelkörper beobachtet. Auch kam es nicht zu Erscheinungen im Sinne der Nucleus pulposus-Hernie. Eine individuelle Verschiedenheit, die abhängig ist von der Größe und dem Zustand der Zwischenwirbelscheiben und damit auch vom Alter des Individuums, trat zutage. Die errechneten erheblichen Belastungen, die physiologischerweise auf die Lendenwirbelsäule einwirken, sowie die festgestellte große Widerstandskraft der Zwischenwirbelscheiben lassen auf größere Beanspruchung der Wirbelsäule schließen als allgemein angenommen wird.

Daraus ergibt sich unter anderem die Schlußfolgerung, daß man mit der Diagnose der unfallbedingten Nucleus pulposus-Hernie vorsichtig sein sollte.

Bei meinem noch zu geringem Untersuchungsmaterial bin ich mir des Fehlers der kleinen Zahl wohl bewußt.

Bei Fortsetzung der Versuche wären außerdem noch neben dem Alter die durchgemachten Erkrankungen und andere Faktoren, wie Jahresziet, in der die Versuche durchgeführt wurden, zu berücksichtigen.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1954

Authors and Affiliations

  • Bernd Langmaack
    • 1
    • 2
  1. 1.Orthopädischen Abteilung der Chirurgischen Universitätsklinik TübingenTübingenDeutschland
  2. 2.Gießen

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