Vorträge der gemeinsamen Arbeitstagung der Fachgruppe Analytische Chemie, des Deutschen Ausschusses für Spektrochemie und der Arbeitsgruppe Massenspektroskopie im Verband Deutscher Physikalischer Gesellschaften vom 24. bis 27. April 1963 in Erlangen 2. Chemische Analysenmethoden und Molekülspektroskopie
Received:
Zusammenfassung
Es werden die Absorptionsspektrogramme der Trialkyle (C1-C4) der Elemente Ga, In und Sb im Wellenzahlbereich von 4000-300 cm−1 (2,5–33 μ Wellenlänge) gezeigt. Das große Massenverhältnis der drei in jedem der betrachteten Moleküle vorhandenen Atomarten bewirkt, daß nur eine schwache Kopplung zwischen den einzelnen Schwingungsformen besteht, wodurch die Zuordnung der Absorptionen zu den Schwingungen einzelner Atomgruppen im Molekül ermöglicht wird.
Die C-H-Absorptionen sind vom Zentralatom weitgehend unabhängig und für die Art des Alkylrestes charakteristisch.
Aus den Lagen der Metall-Kohlenstoff-Absorptionen (νGa-C≈540 cm−1, νIn-C≈470 cm−1, νSb-C≈500 cm−1) lassen sich die Kraftkonstanten dieser Bindungen abschätzen. Bei den Isobutyl-Verbindungen liegen diese Absorptionen um etwa 100 cm−1 höher als bei den anderen Gliedern der Reihe, was auf eine höhere Kraftkonstante der Metall-Kohlenstoff-Bindung dieser Verbindungen zurückgeführt wird.
Die Spektrogramme werden zur Prüfung der Substanzen auf Reinheit sowie Feststellung eingetretener Veränderungen herangezogen. Bei thermischer Belastung der Isopropylverbindungen tritt zwar Zersetzung der Substanzen aber keine Isomerisierung der Alkylreste ein.
This is a preview of subscription content, log in to check access.