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Über die Beziehungen zwischen Wetter und Ausbruch der Meningokokken-Meningitis

Zusammenfassung

An 140 Fällen von Meningokokken-Meningitis aus München und Umgebung wird die Beziehung zwischen Wetter und Krankheitsausbruch untersucht. Folgende Ergebnisse werden beim Vergleich mit den einzelnen Wetterphasen gefunden:

  1. 1.

    Die ersten Symptome der Meningokokken-Meningitis treten mit annähernd signifikanter Häufung an Tagen auf, an welchen durch Zufuhr fremder Luftmassen der Wetterumschlag vom schönen zum schlechten Wetter erfolgt.

  2. 2.

    Die ersten Symptome der Meningokokken-Meningitis treten an Tagen mit warmfeuchter Witterung in statistisch gesicherter Häufung auf.

  3. 3.

    Die Berücksichtigung der 5 Vortage des Erkrankungsbeginns zeigt eine dem Stichtag sehr ähnliche Witterung am 3. Vortag.

  4. 4.

    Einige weitere Fälle von Meningokokken-Meningitis, die vor Ausbruch der Erkrankung eine Vorkrankheit zeigten, erweisen gegensätzliches Verhalten gegenüber den biosphärischen Vorgängen, verglichen mit den anderen beobachteten Fällen.

Diese Ergebnisse werden durch eine Wirkung der biosphärischen Vorgänge auf Makro- und Mikroorganismus gedeutet.

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Oeschey, K.G. Über die Beziehungen zwischen Wetter und Ausbruch der Meningokokken-Meningitis. Z. Kinder-Heilk. 82, 483–494 (1959). https://doi.org/10.1007/BF00444717

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