Advertisement

Psychologische Forschung

, Volume 28, Issue 6, pp 598–615 | Cite as

Kommunikationsstruktur und Gruppenleistung

Affektive Spannungen und Leistungsminderung als Folge von Fehlerwartungen der Gruppenmitglieder
  • Edwin Rausch
  • Friedrich Hoeth
  • Wilfried Reisse
  • Isolde Meyer
Article
  • 158 Downloads

Zusammenfassung

Vierergruppen von Vpn arbeiteten in Kommunikationsnetzen, in denen es infolge des Fehlens einer (direkten oder indirekten) Wechselseitigkeit gewisser Verbindungen einigen Vpn — nämlich denjenigen, die ganz bestimmte (ungünstige) Positionen innerhalb des Netzes einnahmen — verwehrt war, die Lösung eines Problems durch Austausch von Informationen zu finden. Den Vpn-Gruppen wurde diese Eigenschaft der Kommunikationssysteme bei Beginn der Versuche nicht mitgeteilt. In einer derartigen Lage suchen jene Vpn den Grund für den unbefriedigenden Informationsaustausch (zumindest zunächst) nicht in der Struktur des Kommunikationsnetzes, sondern unterstellen den anderen Gruppenmitgliedern mangelnde Loyalität oder/und mangelndes Verständnis. Die Folge sind starke affektive Spannungen, die zur Verschlechterung der Kooperation und zur Verringerung der Gruppenleistung führen. Die kognitive Seite des Erlebens der Vpn wurde u. a. mit Hilfe der Begriffe „phänomenale Variabilität“ und „phänomenale Konstanz“ näher analysiert.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Bauer, A.: Über den Einfluß der Kommunikationsstruktur auf die Leistungen von Vierer-Gruppen. Unveröff. Frankfurt. Semesterarbeit II, 1962.Google Scholar
  2. Bavelas, A.: A mathematical model for group structures. Appl. Anthrop. 7, 16–30 (1948).Google Scholar
  3. Brengelmann, J. C., u. L. Brengelmann: Deutsche Validierung von Fragebogen der Extraversion, neurotischen Tendenz und Rigidität. Z. exp. angew. Psychol. 7, 291–331 (1960).Google Scholar
  4. — —: Deutsche Validierung von Fragebogen dogmatischer und intoleranter Haltungen. Z. exp. angew. Psychol. 7, 451–471 (1960).Google Scholar
  5. Fischer, H.: Gruppenstruktur und Gruppenleistung. Bern u. Stuttgart: Huber 1962.Google Scholar
  6. Glanzer, M., and R. Glaser: Techniques for the study of group structure and behavior: II. Empirical studies of the effects of structure in small groups. Psychol. Bull. 58, 1–27 (1961).Google Scholar
  7. Leavitt, H. J.: Some effects of certain communication patterns on group performance. J. abnorm. soc. Psychol. 46, 38–50 (1951).Google Scholar
  8. Moll, U.: Der Einfluß von Kommunikationsnetzen mit gerichteten Verbindungen auf das Problemlöseverhalten kleiner Gruppen. Unveröff. Frankfurt. Semesterarbeit I, 1962.Google Scholar
  9. Mulder, M.: Power and satisfaction in task-oriented groups. Acta psychol. 16, 178–225 (1959a).Google Scholar
  10. —: Group structure and group performance. Acta psychol. 16, 356–402 (1959b).Google Scholar
  11. Rausch, E.: Variabilität und Konstanz als phänomenologische Kategorien. Psychol. Forsch. 23, 69–114 (1949).Google Scholar
  12. Reisse, W.: Über affektive Reaktionen bei der Arbeit in bestimmten Kommunikationsnetzen. Unveröff. Frankfurt. Semesterarbeit II, 1964.Google Scholar
  13. Siegel, S.: Nonparametric statistics for the behavioral sciences. New York: McGraw-Hill Book Co. 1956.Google Scholar
  14. Stirn, H.: Die Arbeitsgruppe. In: Handbuch der Psychologie, Bd. 9. Göttingen: Hogrefe 1961.Google Scholar
  15. Tholey, P.: Über den Einfluß verschiedener Kommunikationsstrukturen auf das Arbeitsverhalten und Erleben in kleinen Gruppen. Unveröff. Frankfurt. Vordiplomarbeit 1962.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag 1965

Authors and Affiliations

  • Edwin Rausch
    • 1
  • Friedrich Hoeth
    • 1
  • Wilfried Reisse
    • 1
  • Isolde Meyer
    • 1
  1. 1.Psychologischen Institut der Universität Frankfurt a. M.Germany

Personalised recommendations