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Kommunikationsstruktur und Gruppenleistung

Affektive Spannungen und Leistungsminderung als Folge von Fehlerwartungen der Gruppenmitglieder

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Zusammenfassung

Vierergruppen von Vpn arbeiteten in Kommunikationsnetzen, in denen es infolge des Fehlens einer (direkten oder indirekten) Wechselseitigkeit gewisser Verbindungen einigen Vpn — nämlich denjenigen, die ganz bestimmte (ungünstige) Positionen innerhalb des Netzes einnahmen — verwehrt war, die Lösung eines Problems durch Austausch von Informationen zu finden. Den Vpn-Gruppen wurde diese Eigenschaft der Kommunikationssysteme bei Beginn der Versuche nicht mitgeteilt. In einer derartigen Lage suchen jene Vpn den Grund für den unbefriedigenden Informationsaustausch (zumindest zunächst) nicht in der Struktur des Kommunikationsnetzes, sondern unterstellen den anderen Gruppenmitgliedern mangelnde Loyalität oder/und mangelndes Verständnis. Die Folge sind starke affektive Spannungen, die zur Verschlechterung der Kooperation und zur Verringerung der Gruppenleistung führen. Die kognitive Seite des Erlebens der Vpn wurde u. a. mit Hilfe der Begriffe „phänomenale Variabilität“ und „phänomenale Konstanz“ näher analysiert.

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Rausch, E., Hoeth, F., Reisse, W. et al. Kommunikationsstruktur und Gruppenleistung. Psychol. Forsch. 28, 598–615 (1965). https://doi.org/10.1007/BF00422610

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