Springer Nature is making SARS-CoV-2 and COVID-19 research free. View research | View latest news | Sign up for updates

A critique of some fundamental theoretical and practical tenets of present consumer policy

Kritik einiger theoretischer und praktischer Grundannahmen der gegenwärtigen Verbraucherpolitik

  • 26 Accesses

  • 3 Citations

Abstract

The paper begins with a critique of the normative foundations of present public consumer policy. In particular, the lack of an indispensible link between the policy goals and the interests of those concerned is stressed. The authors go on to characterize the available set of policy instruments as being frequently arbitrary, interchangeable, and not suitable for systematic evaluation. The conclusion is reaches that present consumer policy has an ex-post character, and the paper closes with an attempt to formulate the goals of a superseding policy with an ex-ante orientation.

Zusammenfassung

Der Beitrag entfaltet die Kritik an der normativen Basis der gegenwärtigen Verbraucherpolitik in einem kurzen Überblick. Die Verankerung verbraucherpolitischer Ziele, Programmatiken und Handlungsweisen am Marktparadigma wird problematisiert und der Prozeß der Zielbildung bei der programmatischen und pragmatischen Verbraucherpolitik als elitärer Zielfindungsprozeß charakterisiert, dem die Rückbindung an die Interessen der unmittelbar Betroffenen fehlt.

Die Kritik an der unzureichenden Diskussion verbraucherpolitischer Zielsetzungen und ihrer Begründung bzw. Rechtfertigung bei der vorherrschenden Verbraucherpolitik wirkt sich notwendigerweise auch auf ihre Versuche zur Instrumentalisierung der genannten Zielsetzungen aus. Da die Ziele weitgehend leerformelhaft und in nicht-operationalisierter Form formuliert sind, bleiben die von verbraucherpolitisch orientierten Wissenschaftlern und Praktikern gemachten Vorschläge zu einer »effizienten« Instrumentalisierung in den Bereichen Verbraucherinformation, Verbraucherschutz und Verbraucherbildung auch meist willkürlich und austauschbar und entziehen sich vor allem einer systematischen Evaluation bezüglich ihrer Wirkungsweise bei der Zielerreichung.

Die Ausführungen zur Organisationsproblematik von Verbraucherinteressen zielen vor allem darauf, den Charakter der Verbraucherorganisationen als Formen der Fremdorganisation herauszuarbeiten und auf deren besondere Legitimationsprobleme hinzuweisen.

Die vorfindbare Verbraucherpolitik läßt sich grundsätzlich als ex post orientierte Verbraucherpolitik charakterisieren. Am Schluß des Beitrages werden Umrisse einer Umorientierung dieser ex-post-Verbraucherpolitik thematisiert, die prinzipiell dadurch charakterisiert ist, daß sie versucht, verbraucherpolitische Probleme durch rechtzeitige Einflußnahme und Eingriffsmöglichkeiten zu regeln. Ausgewählte Ansatzpunkte für eine solche ex-ante-Orientierung der Verbraucherpolitik werden zur Diskussion gestellt.

This is a preview of subscription content, log in to check access.

References

  1. Arbeitsgruppe für Verbraucherforschung und Verbraucherpolitik — AGVP — an der Gesamthochschule Wuppertal (1979). Verbrauchervereine als Form der Selbstorganisation von Verbrauchern in der BRD. Düsseldorf: Der Minister für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

  2. Biervert, B. (1977). Ex-ante-Verbraucherpolitik. In: H. Matthöfer (Ed.), Verbraucherforschung, pp. 205–216. Frankfurt: Umschau.

  3. Biervert, B., Fischer-Winkelmann, W. F., & Rock, R. (1977). Grundlagen der Verbraucherpolitik. Reinbek: Rowohlt.

  4. Braun, W. (1978). Terminologische Vorüberlegungen zum normativen Fundament einer Theorie der Verbraucherpolitik. In: B. Biervert, W. F. Fischer-Winkelmann, H. P. Haarland, G. Köhler, & R. Rock (Eds.), Plädoyer für eine neue Verbraucherpolitik, pp. 163–180. Wiesbaden: Gabler.

  5. Habermas, J. (Ed.) (1979). Stichworte zur geistigen Situation der Zeit. Frankfurt: Suhrkamp.

  6. Kroeber-Riel, W. (1980). Konsumentenverhalten (2nd ed.). München: Vahlen.

  7. Offe, C. (1973). Strukturprobleme des kapitalistischen Staates. Frankfurt: Suhrkamp.

  8. Rock, R. (1977). Ansatzpunkte einer ex-ante Orientierung in der Verbraucherpolitik. In: B. Biervert, W. F. Fischer-Winkelmann, H. P. Haarland, G. Köhler, & R. Rock (Eds.), Verbraucherpolitik. Diskussionsbeiträge für das 3. Wuppertaler Wirtschaftswissenschaftliche Kolloquium (WWK) (Vol. 1), pp. 172–183. Wuppertal: Gesamthochschule Wuppertal.

  9. Rock, R. (1978). Zur Begründung einer Theorie der Verbraucherpolitik in praktischer Absicht. In: B. Biervert, W. F. Fischer-Winkelmann, H. P. Haarland, G. Köhler, & R. Rock (Eds.), Plädoyer für eine neue Verbraucherpolitik, pp. 141–161. Wiesbaden: Gabler.

  10. Scherhorn, G. et al. (1975). Verbraucherinteresse und Verbraucherpolitik. Göttingen: Schwartz.

Download references

Additional information

Reinhard Rock is Professor of Business Administration and Bernd Biervert is Professor of Economics, both at the Gesamthochschule Wuppertal, P.O. Box 10 01 27, D-5600 Wuppertal, West Germany. Wolf F. Fischer-Winkelmann is Professor of Business Administration at the Hochschule der Bundeswehr München, Schwere-Reiter-Straße 35, D-8000 München 40, West-Germany.

Rights and permissions

Reprints and Permissions

About this article

Cite this article

Rock, R., Biervert, B. & Fischer-Winkelmann, W.F. A critique of some fundamental theoretical and practical tenets of present consumer policy. J Consum Policy 4, 93–101 (1980). https://doi.org/10.1007/BF00382318

Download citation

Keywords

  • Economic Policy
  • Systematic Evaluation
  • Policy Instrument
  • Policy Goal
  • Normative Foundation