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Der Temperatureinfluß auf Lebensprozesse und den Cytochrom c-Gehalt beim Wasserfrosch

  • Gisela Stangenberg
Article

Zusammenfassung

Für den Sauerstoffverbrauch von Rana esculenta wurde während des ganzen Jahres eine deutliche Temperaturadaptation nach Typ 3 der Abb. 1 nachgewiesen, die sich besonders bei den großhirnlosen Tieren zeigt.

Hunger verursacht im Sommer eine starke Verminderung des Sauerstoffverbrauchs bis auf einen konstanten Wert, der auch von warm adaptierten Fröschen im Winter nicht wesentlich unterschritten wird.

Das Bestehen einer echten Temperaturadaptation, die nicht durch einen eventuellen Hungereffekt vorgetäuscht wird, konnte durch den Nachweis der Reversibilität der Adaptation bei hungernden Tieren aufgezeigt werden.

Der durch die Haut gedeckte Sauerstoffverbrauch ist unabhängig von der Adaptationstemperatur; die Temperaturanpassung erstreckt sich bei der Sauerstoffaufnahme nur auf den Lungenanteil.

Der Sauerstoffverbrauch von Muskelschnitten zeigt eine Temperaturadaptation nach Typ 3, deren Ausmaß weit unter dem der intakten Frösche liegt. Es kann somit auf übergeordnete Faktoren geschlossen werden, die den wesentlichen Teil der Adaptation bedingen.

Mit steigender Adaptationstemperatur sinkt der Gehalt des Muskelgewebes an „freiem“ Wasser und an Cytochrom c. Der Abfall der Werte mit den Ansteigen der Anpassungstemperatur könnte hiermit zusammenhängen.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1955

Authors and Affiliations

  • Gisela Stangenberg
    • 1
  1. 1.Aus dem Zoologischen Institut der Universität KielGermany

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