Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten

, Volume 206, Issue 6, pp 727–735

Heautoskopie bei traumatischer Psychose. Zugleich ein Beitrag zur Phänomenologie der Heautoskopie

  • Helmut Heintel
Article

DOI: 10.1007/BF00343109

Cite this article as:
Heintel, H. Archiv für Psychiatrie und Zeitschrift f. d. ges. Neurologie (1965) 206: 727. doi:10.1007/BF00343109

Zusammenfassung

Es wird über eine 32jährige Patientin berichtet, die bei einem Autounfall eine schwere Hirnkontusion mit Schädelbasisbruch und restlicher rechtsseitiger Hemianopsie erlitt. Nach initialer mehrtägiger Bewußtlosigkeit entwickelte sich eine zwei Monate dauernde traumatische Psychose. In der Phase des Ausklingens dieser Psychose trat ein flüchtiges Syndrom von Depersonalisations-Erlebnissen in Verbindung mit Heautoskopie auf, wobei die Patientin im Gegensatz zu allen bisher publizierten Fällen von Heautoskopie ihr Brustbild in sich selbst verkleinert und spiegelbildlich vervielfältigt sah. Die heautoskopischen, die pathologisch-anatomischen und die denkbaren pathophysiologischen Voraussetzungen sowie Beziehungen zu phänomenologisch verwandten heautoskopischen Erlebnissen werden diskutiert.

Copyright information

© Springer-Verlag 1965

Authors and Affiliations

  • Helmut Heintel
    • 1
  1. 1.Nervenklinik des Bürgerhospitals der Stadt StuttgartDeutschland

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