Untersuchungen des Gesundheitszustandes von Nitroarbeitern bei drei schwedischen Sprengstoffabriken
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Zusammenfassung
Bei drei schwedischen Sprengstoffabriken sind sämtliche Arbeiter, die in ihrer Arbeit der Wirkung von Nitroglycerin-Nitroglykol ausgesetzt waren (276), ärztlich untersucht worden. Das Resultat zeigt, daß subjektive Beschwerden, die wahrscheinlich von Nitroglycerin-Nitroglykol verursacht sind, relativ oft vorkommen. Anzeichen für anhaltende Verschlechterung des Gesundheitszustandes liegen dagegen nicht vor und bei Aufteilung der untersuchten Arbeitnehmer in 2 Gruppen, wobei man die mehr gefährdete Gruppe mit der weniger gefährdeten verglichen hat, hat ein Unterschied im Gesundheitszustand nicht nachgewiesen werden können. Bei Untersuchung der Abwesenheitsfrequenz hat sich auch daraus kein Beleg für eine erhöhte Kränklichkeit ergeben.
Als vorbeugende Maßnahmen werden vorgeschlagen Senkung der Luftkonzentration Nitroglycerin-Nitroglykol unter 2–5 mg/m3 Luft und Vornahme regelmäßiger Luftanalysen auf den verschiedenen Arbeitsplätzen. Der Resorption durch die Haut wird durch sorgfältige persönliche Kontrolle vorgebeugt.
Weiter wird obligatorische ärztliche Untersuchung neu angestellten Personals sowie regelmäßig wiederkehrende, vorschlagsweise jährliche, ärztliche Untersuchung der Arbeitnehmer vorgeschlagen.
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