Beitrag zur Wirkung von Pharmaka auf die Unterdrucktoleranz
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Zusammenfassung
Verschiedene Pharmaka, die gegenüber Sauerstoffmangel im Unterdruck bei Mäusen eine gewisse Schutzwirkung ausüben, wurden auf ihre Temperaturwirkung untersucht. Es ergab sich, daß alle Stoffe, die eine Erhöhung der Unterdrucktoleranz bewirken, die Körpertemperatur senken (Cardiazol, Pyramidon, Coramin, Diphenylhydantoin, Äthylalkohol, Gynergen, Chlorophyll, Megephen), während temperatursteigernde Stoffe (Pervitin) im Unterdruck deletär wirken. Verhindert man die Temperatursenkung bei ersteren, so bleibt auch der Prophylaktische Effekt aus.
Erklärt werden diese Befunde mit der Möglichkeit, den Organismus mittels Pharmaka auf ein niederes Temperaturniveau einzustellen oder Gegenregulationen peripherer oder zentraler Natur unmöglich zu machen, so daß er im Sauerstoffmangel länger als normal leben kann.
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