Hydrobiologia

, Volume 19, Issue 1, pp 57–120

Beiträge zur Kenntnis der Ökologie der Diatomeen in Ost-Transvaal

  • B. J. Cholnoky
Article

DOI: 10.1007/BF00155508

Cite this article as:
Cholnoky, B.J. Hydrobiologia (1962) 19: 57. doi:10.1007/BF00155508

Zusammenfassung

Aus den beschriebenen Diatomeenassoziationen sind die folgenden Schlüsse über die Ökologie der untersuchten Fundorte möglich:

  1. 1.

    Das pH der untersuchten Fundorte bleibt im allgemeinen ständig über 7, steigt aber nicht über 8. Die wenigen Ausnahmen, in welchen die pH-Werte unter 7 sein müssen, kommen nicht in den hochgelegenen Teilen des Untersuchungsgebietes vor, da Kleingewässer mit einem schwach sauren pH nur auf dem Granit zu finden waren. Stärker alkalische Gewässer kommen überhaupt nicht vor.

     
  2. 2.

    Die untersuchten ± schnell bewegten Gewässer zeigen nur stellenweise einen O2-Mangel, dessen Ursachen aber immer leicht in Verunreinigungen usw. zu finden sind.

     
  3. 3.

    Der Nährstoffzustand der Bäche — abgesehen von wenigen Ausnahmen — ist durch die nachweisbare starke Selbstreinigung (z.B. Proben Nr. 19, 20a und 20b) oligotroph. Die genannten wenigen Ausnahmen sind zwanglos auf tatsächlich vorhandene Verunreinigungen-N-Zufuhr-zurückzuführen.

     
  4. 4.

    An den untersuchten Fundorten konnten keine Unterschiede in dem osmotischen Druck festgestellt werden, im Gegenteil, die Molarität der untersuchten Gewässer muss niedrig sein.

     
  5. 5.

    Da auch in den wenigen sauren Standorten keine Andeutungen starker pH-Schwankungen feststellbar waren, ist das Bikarbonat-Puffersystem dieser Gewässer wahrscheinlich stark genug, um die pH-Werte ± auf derselben Höhe zu halten.

     
  6. 6.

    Da in keiner der Proben deutliche Stickstoff-Sukzessionen zu beobachten waren (Navicula confervacea und N. seminulum waren in keiner der Proben mit einer höheren Individuenzahl vertreten, Gomphonema parvulum ist fast auch immer nur spärlich vorhanden), muss die Stickstoffzufuhr, falls überhaupt vorhanden, recht gleichmässig sein.

     
  7. 7.

    Die Standorte selbst waren nicht zur entwicklung eines echten Planktons geeignet, in dem einzigen Planktonorganismen enthaltenden ist eine Verschleppung aus einem Stausee unverkennbar.

     
  8. 8.

    Die anthropomorphisierenden, hypothetischen Ökofaktoren — wie Höhenlage ü.d.M., Wasserbewegung, Orographie der Umgebung usw. — haben auch in diesem Gebiete keine nachweisbare Auswirkung auf die Zusammensetzung der Assoziationen.

     

Copyright information

© Dr W. Junk Publishers 1962

Authors and Affiliations

  • B. J. Cholnoky
    • 1
  1. 1.National Institute for Water ResearchC.S.I.R.PretoriaSüdafrikanische Union

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