Hydrobiologia

, Volume 16, Issue 3, pp 229–287

Beiträge zur Kenntnis der ökologie der Diatomeen in dem Swartkops-Bache nahe Port Elizabeth (Südost-Kaapland)

  • B. J. Cholnoky
Article

DOI: 10.1007/BF00149536

Cite this article as:
Cholnoky, B.J. Hydrobiologia (1960) 16: 229. doi:10.1007/BF00149536

Zusammenfassung

  1. 1.

    Der Oberlauf des Flusses bis unter den Groendal-Dam hat ein mässig niedriges pH, welches im ganzen Jahre ± dieselben Werte und Schwankungen zeigen muss, die Grenzen dieser Zone verschieben sich aber in der regnerischen Jahreszeit nach unten und in der trockenen nach oben zu.

     
  2. 2.

    Die neutrale Zone des Flusses ist auch in der günstigen Winterzeit nur sehr unvollkommen entwickelt und ist auffallend kurz, demzufolge ist der Übergang von schwach sauer ins alkalisch ungewöhnlich scharf. Der schwach saure Abschnitt reicht bis zur Station 4 und bei dem Nivens Bridge (Station 6) fängt schon der alkalische an.

     
  3. 3.

    Schon im Oberlaufe des Baches sind nicht vernachlässigbare Zeichen eines Salzgehaltes vorhanden, der Salzgehalt kann aber nicht hoch sein und ist grossen Schwankungen unterworfen. Die Erklärung des Ursprungs des gelösten Salzes ist noch nicht befriedigend, scheint aber teilweise geologisch bedingt zu sein und ist auch chemisch nachweisbar.

     
  4. 4.

    Die Seitenzweige des Baches sind — da sie durch dieselben geologischen Formationen strömen — ökologisch mit dem Oberlaufe in Übereinstimmung.

     
  5. 5.

    In der Zeit des Wasserreichtums ist selbst die Verunreinigung durch die Abwässer von Uitenhage von wenig Bedeutung, da die Stickstoffzehrung im Bache sehr gut zu sein scheint und die Selbstreinigung die hohen Stickstoffmengen im kürzesten Wege beseitigt. Demzufolge ist der Fluss in der Winterzeit auch in dem dicht bewohnten Teil des Gebietes (von der Station 5 bis zu der Mündung) durchschnittlich und mit der Ausnahme der Stationen 10 und 14 als nur schwach eutroph zu bezeichnen.

     
  6. 6.

    In der wasserarmen Sommerzeit sind die Zustände weniger günstig. In dieser Zeit genüngen schon die Abwässer der Wollewäscherei und die Verunreinigung durch kleinere Siedlungen (Despatch) um stark eutrophe Verhältnisse hervorzurufen. Die Selbstreinigung geht ebenfalls viel langsamer vor sich.

     
  7. 7.

    Auf der unteren Grenze des durch Gezeiten nicht beeinflussten Teiles des Baches sind sowohl im Winter als such im Sommer Andeutungen einer Stickstoffanhäufung („Eutrophisierung”) zu beobachten, deren Ursachen nur an Ort und Stelle genau festzustellen wären.

     
  8. 8.

    In der Gezeitenhubzone vermindert sich der Stickstoffgehalt durch die Spülwirkung des Meeres sehr schnell, erhöht sich aber auch der Salzgehalt soweit, dass hier schon Elemente des echten marinen Litorals in grosser Häufigkeit erscheinen.

     
  9. 9.

    Die Organismen des Oberlaufes werden weit flussabwärts verschleppt, durch die analytische Methode kann aber die nachteilhafte Wirkung der Verschleppungen auf die ökologischen Folgerungen vollkommen ausgeschaltet werden.

     
  10. 10.

    Durch die vorhandenen Parallelproben sind die Auswirkungen der epiphytischen Lebenweise deutlich zu konstatieren. Es war ebenfalls feststellbar, dass die Möglichkeit richtiger ökologischer Folgerungen durch die Vermehrung der Epiphyten nicht beeinflusst wird, da die Veränderungen der Ökofaktoren auch these Arten mit der gleichen Sicherheit erkennen lassen.

     

Diese Abhandlung wurde mit der Genehmigung des Präsidenten des Council for Scientific and Industrial Research und des Direktors des National Institute for Water Research veröffentlicht.

Copyright information

© Dr. W. Junk Publishers 1960

Authors and Affiliations

  • B. J. Cholnoky
    • 1
  1. 1.Council for Scientific and Industrial ResearchNational Institute for Water ResearchPretoriaSüdafrikanische Union

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