Hydrobiologia

, Volume 20, Issue 4, pp 309–355

Ein Beitrag zu der Ökologie der Diatomeen in dem englischen Protektorat Swaziland

  • B. J. Cholnoky
Article

DOI: 10.1007/BF00033355

Cite this article as:
Cholnoky, B.J. Hydrobiologia (1962) 20: 309. doi:10.1007/BF00033355

Zusammenfassung

  1. 1.

    Die hier untersuchten Proben beherbergen eine reiche Diatomeenflora, die in ihren Hauptzügen mit der des nataler Plateaurandes übereinstimmt. Die floristische Untersuchung aber, sei sie noch so gewissenhaft durchgeführt, bietet zur Beurteilung der limnologischen Eigenschaften („Qualität”) der Gewässer keine Anhaltspunkte, desto deutlicher sind die Ergebnisse der Assoziationsanalysen.

     
  2. 2.

    In den höchsten Teilen des Plateaurandgebiets zwischen Hawelock Mine und Piggs Peak sind die Gewässer durchschnittlich schwach sauer. Eine ausnahme bilden die kleinen Quellen, Sickerwasser usw., die durch einen höheren CO2-Gehalt stark sauer sein können. Die Verunreinigungen durch die Siedlungen der Bergwerke sind leicht nachzuweisen, ebenso die dadurch verursachten Veränderungen in den pH-Verhältnissen, die auch hier keinen Zusammenhang mit der Verunreinigung zeigen.

     
  3. 3.

    Am Rande des Granitgebietes ist das pH der Gewässer durchschnittlich niedriger, als in den höchsten Teilen des Plateaurandes. In diesem Gebiete kann auch gezeigt werden, dass die Verunreinigungen durch die Eingeborenensiedlungen wohl vorhanden sind, ihr Mass ist aber nicht mit dem der durch die Bergwerk-Siedlungen verursachten verbleichbar.

     
  4. 4.

    Der Mittellauf der Flüsse und Bäche ist in dem Gebiet überall neutral bis schwach alkalisch, so auch in der Nähe der jetzt in Anbau begriffenen Papierfabrik. Die Bauarbeiten verursachen keine nennenswerte Verunreinigung, aber auch keine anderen Veränderungen in den limnologischen Eigenschaften des Usutu-Flusses.

     
  5. 5.

    Manche Nebenbäche führen zwar verunreinigtes Wasser dem Usutu zu, im Mittellaufe, neben der Fabriksanlage ist aber die Selbstreinigung im Flusse so stark, dass die Folgen der Mesotrophie der Nebenbäche sehr kürzlich verschwinden.

     
  6. 6.

    Der Fluss Usutu wird dagegen nach unten zu immer mehr verunreinigt, obzwar in seiner Nähe hauptsächlich nur Eingeborenensiedlungen und Ackerbaugebiete (Viehzucht) zu finden sind. Die flussabwärts gefundene ausgeprägte Mesotrophie ist nicht nur eine Folge der ständigen Zufuhr von organischen Stickstoffve rbindungen, sondern auch des durch die steigende Wassertiefe immer grösser werdenden Lichtmangels, wofür als Beweis dienen kann, dass in dem verhältnismässig seichten, gut beleuchteten Mittellauf neben der Fabrik wenige Km zu Beseitigung der durch den Nebenbach Gonole zugeführten N-Mengen genügten, dagegen sich in der Nähe der Brücke (Nr. 217) dieselben Abstände bei einer viel grösseren Wassermenge wirkunglos erwiesen.

     

Copyright information

© Dr. W. Junk Publishers 1962

Authors and Affiliations

  • B. J. Cholnoky
    • 1
  1. 1.Council for Scientific and Industrial ResearchNational Institute for Water ResearchPretoriaSüdafrika

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