1998, pp 423-440

Degenerative Gelenkerkrankungen

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Zusammenfassung

Degenerative Gelenkschädigungen sind außerordentlich häufig, so daß sowohl Kliniker (Orthopäden, Chirurgen, Internisten), Radiologen und Pathologen damit konfrontiert werden. In den meisten Fällen handelt es sich um „Abnutzungserscheinungen“, die gehäuft im höheren Alter auftreten. An den unterschiedlichsten Gelenken kommt es zu einer primären Schädigung des Gelenkknorpels, wodurch sich sog. Arthrosen entwickeln, die zu erheblichen Einschränkungen der Gelenkfunktion und damit zu beträchtlichen Beschwerden der Patienten führen. Vielfach treten zu der primären Funktionseinschränkung starke Gelenkschmerzen auf. Dieser sog. „degenerative Rheumatismus” ist vom sog. „entzündlichen Rheumatismus“ (s. S. 441 ff.) mit ganz ähnlicher Symptomatik abzugrenzen. Bei den Arthrosen beginnt die Erkrankung in der knorpeligen Gelenkfläche, wobei der Stoffwechsel des Gelenkknorpels für die funktionsgerechte Erhaltung des Gewebes unzureichend ist; man spricht von sog. primären Arthrosen. Weitaus am häufigsten wird die Ätiologie bei der Cox arthrosis deformans und somit im Hüftgelenk angetroffen. Die Patienten kommen mit ihren Beschwerden zum Arzt; röntgenologisch wird die Coxarthrose diagnostiziert; häufig wird der geschädigte Hüftkopf, der meist stark deformiert ist, operativ entfernt und durch eine Totalendoprothese (TEP) ersetzt. Das Exzisat wird anschließend dem Pathologen zur makroskopischen und histologischen Untersuchung eingesandt.