Chapter

Strategische Onlinekommunikation

pp 291-310

Date:

Digitaler Lobbyismus? Die politische Kommunikation von Greenpeace Deutschland im Internet

  • Felix KrebberAffiliated withInstitut für Kommunikations- und Medienwissenschaft, Universität Leipzig Email author 
  • , Christian BiederstaedtAffiliated withInstitut für Kommunikations- und Medienwissenschaft, Universität Leipzig
  • , Ansgar ZerfaßAffiliated withInstitut für Kommunikations- und Medienwissenschaft, Universität Leipzig

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Zusammenfassung

Dem Internet – insbesondere dem Social Web – wird im akademischen Diskurs und in der Praxis der politischen Kommunikation ein großes Veränderungspotenzial zugeschrieben. Dies betrifft nicht nur die Kernakteure des politischen Systems wie Parteien, Parlamente und Regierungen, sondern ebenso Unternehmen, Verbände und Nichtregierungsorganisationen, die ihre Interessen im politischen Raum artikulieren und durchsetzen wollen. Bei letzteren Akteuren spielt traditionell das Lobbying als idealtyisches Beispiel persönlicher, vorwiegend nicht-mediatisierter Kommunikation, eine große Rolle. In der Debatte um die Erfolgskriterien von Public Affairs, als deren Teil Lobbyismus verstanden werden kann, wird oft eine Neuorientierung hin zur digitalen Kommunikation propagiert bzw. erwartet. Dieser Beitrag geht der Frage nach, ob Onlinekommunikation klassische Lobbying-Praktiken verdrängen kann und wie Lobbyismus im Zusammenhang digitaler Public-Affairs-Strategien einzuordnen ist. Neben theoretischen Bezügen wird auf eine empirische Untersuchung bei Greenpeace Deutschland zurückgegriffen.