2013, pp 233-242

Wundheilung und Wundversorgung

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Zusammenfassung

Einführung

Der Begriff der Wunde bezeichnet eine durch äußere Einflüsse entstandene umschriebene oder flächenhafte Gewebedurchtrennung oder -zerstörung. Prinzipiell kann diese Schädigung alle Organe oder Gewebe treffen. Entsprechend ihrer Ätiologie sind mechanische, thermische, chemische und elektrische Verletzungen beschrieben.

Die wesentlichen potenziellen Folgen von Verwundung sind:

  • Austritt von Blut und Serum, was zum Verlust von Flüssigkeit, humoralen und zellulären Bestandteilen des Blutes und damit verbundenen lokalen bzw. systemischen Komplikationen (Hämatom, Infektion, hämorrhagischer Schock etc.; s. unten) führen kann.

  • Verlust der Schutzfunktion der unverletzten Oberfläche und Möglichkeit des Eindringens von Erregern, Fremdkörpern, Giften oder radioaktiven Substanzen. Dies gilt sowohl bei äußeren (Haut) Wunden als auch bei inneren Verletzungen (Perforationen des Darms mit Kontamination der Bauchhöhle mit Bakterien etc.).

  • Die Behandlung von Wunden ist eine der zentralen Aufgaben der Chirurgie, um die genannten Komplikationen zu vermeiden und eine kosmetisch möglichst optimale Ausheilung der Verletzung zu gewährleisten.