Chapter

Das Gefieder des Huhnes

Volume 9 of the series Animal Management / Tierhaltung pp 13-14

Die Muskulatur zur Federbewegung

  • Ch. Burckhardt
  • , D. W. Fölsch
  • , U. Scheifele

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Zusammenfassung

Zwei Arten von Muskeln sind für die Bewegung der Federn notwendig. Erstens willkürlich beherrschte Hautmuskeln: Gesichts- und Kehlganghautmuskeln, am Hals und in der Nackengegend der M.sphincter colli und am Rumpfe ausgedehnte Muskel bezirke, die zur Bewegung der Federfluren dienen. Auch die Spanner der Flughäute, die Spreizmuskeln der Flügelschwingen und die gut entwickelten Aufrichter der Schwanzfedern sind Abkömmlinge der Hautmuskeln. Zu diesen gesellen sich zweitens die aus glatten Muskelfasern bestehenden Eigenmuskeln der Federn (Abb. 4), ein ganzes System von kräftigen Muskel strähnen, einem Geflecht ähnlich angeordnet, durch das die Einzelfeder aufgerichtet, gedreht und wieder niedergezogen werden kann (Grau, 1974). Jeder Federfollikel, ausser denjenigen von Fadenfedern, ist von 2–6 solcher glatten Muskeln gehalten, wobei jeder Muskel jeweils in mehreren Bündeln zwischen 2 Federfollikeln liegt und mit diesen Follikeln verbunden ist. Die Federn sitzen normalerweise sehr fest in ihren Follikeln, sowohl in der Wachstumsphase als auch nachher: die Federfollikel werden durch die Federmuskeln und ihre elastischen Sehnen zusammengezogen, was nach Ostmann et al. (1963, 1964) auf motorische Impulse vom Hirn zurückzuführen ist.