Verletzungen und Frakturen des Felsenbeins und der angrenzenden Schädelbasis

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Zusammenfassung

Die chirurgische Versorgung von Schädelbasisverletzungen und insbesondere von Traumen des Felsenbeins hat innerhalb der Schulmedizin erst eine kurze Tradition. Bis zum Ende des letzten Jahrhunderts waren solche Verletzungen nur dann Anlaß zur Intervention, wenn intrakranielle Drucksteigerungen beobachtet wurden, die dann zu Schädeltrepanationen mit dem Ziel der Ausräumung extra-oder intraduraler Hämatome führten. Selbst während des 1. Weltkrieges war die Neurochirurgie dieser Läsionen auf die Behandhmg offener Frakturen oder Schußverletzungen beschränkt. Die historische Entwicklung der Traumatologic des Ohres und damit des Felsenbeins untergliederte Strohm (1986) in 5 Phasen: Erste Phase Sie fiel in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts und betraf grundlegende Er-kenntnisse über die Ursachen der Schädelbasisfrakturen, die Mechanismen der Krafteinwirkung, die Bedeutung und Lokalisation elastischer Elemente des Schä-delknochens, insbesondere an der Schädelbasis sowie die typischen Erschei-nungsbilder dieser Traumen (Barnick 1897; von Bergmann 1880; von Bruns 1854; Canvy 1888; Felizet 1873; Heer 1892: Hermann 1881; Messerer 1880, 1884; Schwartze 1885; von Wahl 1883).