Rentenfinanzierung und intergenerationelle Gerechtigkeit: Eine wachstumstheoretische Perspektive

  • Berthold U. Wigger
  • Robert K. von Weizsäcker
Conference paper

DOI: 10.1007/978-3-642-57376-7_22

Cite this paper as:
Wigger B.U., von Weizsäcker R.K. (2003) Rentenfinanzierung und intergenerationelle Gerechtigkeit: Eine wachstumstheoretische Perspektive. In: Rose M. (eds) Integriertes Steuer- und Sozialsystem. Physica, Heidelberg

Zusammenfassung

Öffentliche Alterssicherungssysteme mindern den individuellen Anreiz, private Ersparnisse zu bilden, wenn letztere gebildet werden, um den Konsum im Alter zu sichern. Dieser negative Ersparniseffekt reduziert das gesamtwirtschaftliche Investitionsvolumen, wenn die öffentliche Alterssicherung nach dem Umlageprinzip organisiert ist, d.h. wenn die Altersrenten direkt aus den Beiträgen der Erwerbstätigen finanziert werden. Geringere gesamtwirtschaftliche Investitionen wiederum führen im traditionellen neoklassischen Wachstumsmodell von Solow (1956) zu einer Reduktion der Kapitalintensität und des Pro-Kopf-Einkommens (auch des Pro-Kopf-Konsums, wenn sich die Ökonomie auf einem dynamisch effizienten Pfad bewegt). Ein Effekt auf das langfristige Wirtschaftswachstum wird indes nicht ausgelöst, da letzteres ausschließlich von exogenen Kräften angetrieben wird. Die von Romer (1986) und Lucas (1988) begründete sogenannte endogene Wachstumstheorie legt freilich den Schluss nahe, dass der an das Umlageverfahren geknüpfte negative Investitionseffekt auch die langfristige Wachstumsrate des Pro-Kopf-Einkommens reduziert.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2003

Authors and Affiliations

  • Berthold U. Wigger
  • Robert K. von Weizsäcker

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