Chapter

Wahlen und Wähler

pp 457-483

Professionalisierte Kampagnenführung – eine systematische Messung

  • Rachel K. Gibson
  • , Kim Jucknat
  • , Andrea Römmele

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Die Wahl-, Parteien- und Kommunikationsforschung hat in den vergangenen Jahren einen neuen Stil politischer Kampagnen identifiziert: Obwohl für diesen neuen Kampagnenstil verschiedene Termini kursieren – darunter “amerikanisiert” (vgl. Negrine/Papathanassopoulos 1996), “postmodern” (vgl. Norris 2000; Plasser/Plasser, 2002), “Phase 3” (vgl. Farrell/Webb 2000), “post-fordism” (vgl. Denver/Hands, 2000), “hightech” (vgl. Strachan, 2003) und “professionalisiert” (vgl. Römmele 2005) – ist man sich doch grundlegend über die entscheidenden Charakteristika einig, die als “Professionalisierung” der Techniken und Strategien, die Parteien und Kandidaten anwenden, um bei den Wählern Anklang zu finden, zusammengefasst werden können (vgl. Farrell, 1996; Gibson/Römmele, 2001; Lilleker/Negrine, 2002). Römmele (2005) greift mit Ihrer Bezeichnung “professionalisiert” den neuen Kampagnenstil terminologisch direkt auf. In Anlehnung an Römmele (2005) verwenden wir daher hier den Terminus “professionalisiert”, da er die theoretische Vorangehensweise bei unserer Analyse begrifflich am genauesten abbildet.