, Volume 39, Issue 1, pp 163-175

Phylogenetic analysis of the corbiculate bee tribes based on 12 nuclear protein-coding genes (Hymenoptera: Apoidea: Apidae)

Purchase on Springer.com

$39.95 / €34.95 / £29.95*

Rent the article at a discount

Rent now

* Final gross prices may vary according to local VAT.

Get Access

Abstract

The corbiculate bees comprise four tribes, the advanced eusocial Apini and Meliponini, the primitively eusocial Bombini, and the solitary or communal Euglossini. Recovering a robust phylogeny for the four tribes is of considerable importance for understanding the evolution of eusociality, yet previous morphological and molecular studies reached strikingly different conclusions. We study an expanded data set consisting of 12 nuclear genes to explore lines of support for the molecular hypothesis. Results corroborate previous molecular studies; support increases as more genes are added. Across genes, support for the molecular hypothesis is positively correlated with the number of informative sites and the relative substitution rate. Phylogenetic signals supporting the molecular tree rest almost entirely upon synonymous changes at the first and third codon positions. We discuss possible future approaches for resolving the frustratingly persistent corbiculate bee controversy.

Zusammenfassung

Die Völker der hocheusozialen Honigbienen und der Stachellosen Bienen zählen zu den höchstentwickelten Insektensozietäten. In diesen Völkern fällt den morphologisch differenzierten Königinnen die Aufgabe der Reproduktion zu, während die nichtreproduktiven Arbeiterinnen die Larven füttern, das Nest bauen und verteidigen und mittels fortgeschrittener Kommunikationssysteme Futter sammeln. Die Honigbienen und Stachellosen Bienen sind eng verwandt mit den primitiv eusozialen Hummeln und den solitären oder kommunalen Prachtbienen. Diese vier Gruppen bilden die corbiculaten Bienen, benannt nach der auf Pollentransport spezialisierten Struktur auf den Hinterbeinen, dem Pollenkörbchen oder Corbicula. Die Aufdeckung der Beziehungen innerhalb dieser vier Gruppen mittels einer robusten Phylogenie ist wichtig für das Verständnis des Ursprungs der fortgeschrittenen Eusozialität. Morphologische, paläontologische, molekulare und Verhaltensstudien kamen hier jedoch zu sehr unterschiedlichen Schlüssen. Während die nichmolekularen Studien im allgemeinen eine Schwestergruppenbeziehung von Honigbienen und Stachellosen Bienen stützen und damit auf einen einmaligen Ursprung fortgeschrittener Sozialverhaltens verweisen, lieferten molekulare Studien Hinweise auf eine enge Beziehung von Hummeln und Stachellosen Bienen und damit auf einen zweifachen Ursprung hoher Eusozialität. Wir führten hier eine molekulare phylogenetische Analyse mit einem erweiterten Set aus 12 für Kernproteine kodierenden Genen durch. Die Ergebnisse bestätigen nicht nur die früheren molekularen Analysen, sondern dieses erweiterte Genset erhöht sogar die Signifikanzwerte für die Richtigkeit der molekularen Hypothese. Die Schwestergruppenbeziehung von Hummeln und Stachellosen Bienen ist positiv korreliert mit der Zahl phylogenetisch informativer Positionen und mit den relativen Basensubstitutionsraten. Das phylogenetische Signal, das die Hummeln + Stachellosen Bienen Gruppierung stützt, beruht vor allem auf der ersten und dritten Kodon-Position, mit geringem Beitrag seitens der zweiten Position. Auch die Aminosäurensequenzen liefern keine starke Unterstützung für diese Gruppierung. Der grösste Teil der phylogenetischen Information kommt daher von synonymen Basensubstitutionen in der ersten und zweiten Position, die keine Veränderungen in der Aminosäurensequenz zur Folge haben. Wir diskutieren mögliche zukünftige Ansätze für die Klärung dieser frustrierenden Kontroverse zur Phylogenie der corbiculaten Bienen, die aus der Inkongruenz zwischen Morphologie (einschliesslich Verhalten und Paläontologie) und DNA hervorgeht.

Manuscript editor: Eduardo A.B. Almeida