, Volume 38, Issue 6, pp 566-572

Honey bee colonies that have survived Varroa destructor

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Abstract

We document the ability of a population of honey bee colonies to survive in France without Varroa suppression measures. We compared the mortality of collected Varroa surviving bee (VSB) stock with that of miticide-treated Varroa-susceptible colonies. Varroa infestation did not induce mortality in the VSB colonies. Some of the original colonies survived more than 11 years without treatment and the average survival of the experimental colonies was 6.54 ± 0.25 years. Swarming was variable (41.50 ± 9.94%) depending on the year. Honey production was significantly higher (1.7 times) in treated than in VSB colonies. For the first time since Varroa invaded France, our results provide evidence that untreated local honey bee colonies can survive the mite, which may be the basis for integrated Varroa management.

Zusammenfassung

Die Überlebensdauer von mit Varroa destructor befallenen Apis mellifera Völkern ohne Behandlung wurde bisher auf ein oder zwei Jahre geschätzt. 1994 wurden an zwei verschiedenen Standorten 12 Honigbienenvölker gefunden, die ohne Behandlung gegen Varroa überlebt hatten. Wir stellten zusätzliche potentiell resistente Bienenvölker von Imkern zusammen und verstärkten diese Gruppe damit. In der vorliegenden Arbeit berichten wir über die Fähigkeit dieser Bienen in Frankreich, ohne jede Form der Varroabehandlung zu überleben. Wir verglichen die Sterblichkeit unserer Versuchsgruppe mit Kontrollvölkern, die mit Akariziden behandelt wurden. Außer monatlichen Beobachtungen, dem Zufügen von Magazinen und der Ernte des Honigs, wurden die Völker nicht bewirtschaftet, es fand auch keine Schwarmkontrolle statt. Die Honigernte wurde für jedes Volk bestimmt und mit der der Kontrollvölker verglichen.

Die Sterblichkeit der Völker mit varroaüberlebenden Bienen (VSB) schwankte in der Zeit zwischen 1999 und 2005 zwischen 9,7 % und 16,8 % pro Jahr. Fünf der 12 Originalvölker überlebten mehr als 11 Jahre ohne Behandlung, die Überlebensdauer in dieser Gruppe betrug im Schnitt 9,8 ± 0,7 (Mittelwert und Standardabweichung) je nach Jahr, und wir fanden keine signifikanten Unterschiede zwischen der Sterblichkeit der VSB (12,46 ± 0,92) und der behandelten Kontrollvölker (9,57 ± 1,59). Die Schwarmtätigkeit war in den verschiedenen Jahren sehr variabel (Mittelwert und Standardabweichung: 41,50 ± 9,94 %) und konnte das unterschiedliche Überleben der Völker nicht erklären. Die Honigproduktion der gegen Varroa behandelten Kontrollgruppe war gegenüber den VSB Völkern um einen Faktor von 1,7 signifikant erhöht.

Unsere Ergebnisse zeigen klar, dass einige Honigbienenvölker auch ohne Schutzmaßnahmen gegen Varroa wesentlich längere Zeiten überleben können als dies zuvor angenommen worden war. Der Befall mit Varroa verursachte während der 9jährigen Untersuchungszeit bei den VSB Völkern keinen signifikanten Tod. Wir diskutieren verschiedene Hypothesen, die das Phänomen erklären könnten. Es ist naheliegend anzunehmen, dass die Resistenz der Bienenvölker, aber auch die Virulenz von Varroa und das Vorkommen von Virusinfektionen unter beständigem Selektionsdruck auf das Überleben von beiden, dem Wirt und dem Parasiten, stehen. Das erste Mal seit der Einwanderung von Varroa nach Frankreich zeigen unsere Ergebnisse die Fähigkeit unbehandelter lokaler Honigbienen den Befall mit den Milben zu überleben. Diese Bienen könnten im Rahmen des integrierten Bienenmanagements in Frankreich von hohem Nutzen werden.

Manuscript editor: Stefan Fuchs