Apidologie

, Volume 38, Issue 6, pp 534–544

Acaricide residues in honey and wax after treatment of honey bee colonies with Apivar® or Asuntol®50

  • Anne-Claire Martel
  • Sarah Zeggane
  • Clément Aurières
  • Patrick Drajnudel
  • Jean-Paul Faucon
  • Michel Aubert
Original Article

DOI: 10.1051/apido:2007038

Cite this article as:
Martel, AC., Zeggane, S., Aurières, C. et al. Apidologie (2007) 38: 534. doi:10.1051/apido:2007038

Abstract

Acaricide residues were assessed in French commercial beeswax using newly developed liquid and gas chromatography methods. Most of the commercial wax samples and all samples taken during the industrial recycling process contained coumaphos and fluvalinate. Amitraz and coumaphos residue levels were also followed in several hives experimentally treated with Asuntol®50 or Apivar®, two products used in France to control varroa infestation. After the Asuntol®50 treatment, coumaphos residues increased in honey and wax combs, persisted more than 30 days in honey and one year or more in comb wax. The half-life of coumaphos was 69 and 115–346 days in honey and comb wax respectively. Following Apivar® treatment, amitraz was not detected in honey nor in wax. These results are consistent with and complete other studies: the use of coumaphos entails wax contamination which persists through commercial recycling. As this may be a threat for bee health, the use of Asuntol®50 should be avoided.

honey beeswax acaricide residue contamination 

Résidus d’acaricides dans le miel et la cire après traitement des colonies d’abeilles à l’Apivar® ou à l’Asuntol®50

miel cire abeille résidu acaricide contamination 

Akarizid-Rückstände in Honig und Bienenwachs nach der Behandlung von Bienenvölkern mit Apivar® oder Asuntol®50

Zusammenfassung

Zur Bekämpfung der Varroamilbe werden in Frankreich die Akarizide Amitraz, Fluvalinat und Coumaphos eingesetzt. Offiziell zugelassen ist dafür Apivar® (Amitraz). Perizin® (Coumaphos) hatte diesen Status bis 2005, wurde aber nie in den Handel gebracht. Seit einigen Jahren verwenden viele Imker Asuntol®50 (Coumaphos). Dieses Tierarzneimittel hat keine Zulassung für die Anwendung in Bienenvölkern. Diese Bestandsaufnahme soll eine Übersicht über die Akarizid-Belastung von Handelswachs in Frankreich geben. In Zusammenarbeit mit der Bienenwachs verarbeitenden Industrie wurden auch Proben vor und nach dem Umarbeitungsprozess von Altwaben untersucht.

Bei zwei Völkergruppen mit je 5 Bienenvölkern wurde darüber hinaus die Rückstandsentwicklung von Amitraz und Coumaphos in Wachs und Honig nach der Anwendung von Apivar® (2 Streifen pro Volk, Anwendungsdauer 10 Wochen) bzw. Asuntol® (10 g einer Mischung Asuntol®50 / Puderzucker 15:500) verfolgt.

Für die geplanten Untersuchungen wurden spezifische HPLC- und GC-Methoden entwickelt. Coumaphos und Fluvalinat konnten in 89 % bzw. 70 % der Handelswachsproben (n = 47) mit Rückstandsgehalten von 0,27–5,81 mg.kg−1 bzw. 0,13–3,62 mg.kg−1 nachgewiesen werden.

Sämtliche Proben, die während der Umarbeitungsphase von Altwaben gezogen wurden, waren mit Coumaphos und Fluvalinat belastet.

Nach Apivar®—Behandlung wurden Amitraz-Rückstände im zentralen Bereich der beiden Waben gefunden, die 24 Stunden lang Kontakt zu den Streifen hatten. In der Folgezeit konnte der Wirkstoff in keiner anderen Probe des Bienenvolkes (Wachs der peripheren Waben und im Honig) nachgewiesen werden. Nach Asuntol®50-Behandlung nahmen die Coumaphos-Rückstände im Bienenvolk zu. Der Wirkstoff war im Honig mehr als 30 Tage und im Wabenwachs über 1 Jahr lang nachweisbar. Einen Tag nach der letzten Asuntol®50-Anwendung lag die durchschnittliche Coumaphosbelastung im Wachs bei 16,1 mg.kg−1 und erreichte nach 26 Tage einen Wert von 6.9 mg.kg−1. Die Halbwertszeit von Coumaphos lag im Honig bei 69 und im Wachs bei 115–346 Tagen.

Diese Ergebnisse bestätigen bzw. vervollständigen die Ergebnisse vorangegangener Studien. Die Verwendung von Coumaphos führt zu einer lang anhaltenden Kontamination des Bienenwachses. Die hohe Persistenz des Wirkstoffs führt im Rahmen der industriellen Umarbeitung von Altwaben zu kontaminierten Mittelwänden, die mitverantwortlich dafür sind, dass Coumaphos-Rückstände auch in Imkereien gefunden werden, in denen der Wirkstoff nicht zum Einsatz gekommen ist.

Da eine negative Wirkung dieser Rückstände auf die Gesundheit der Bienenvölker nicht ausgeschlossen werden kann, sollte auf eine Asuntol®50-Anwendung verzichtet werden.

Honig Wachs Akarizide Rückstände Kontamination 

Copyright information

© INRA, EDP Sciences 2007

Authors and Affiliations

  • Anne-Claire Martel
    • 1
  • Sarah Zeggane
    • 1
  • Clément Aurières
    • 1
  • Patrick Drajnudel
    • 1
  • Jean-Paul Faucon
    • 1
  • Michel Aubert
    • 1
  1. 1.Unité de Pathologie de l’AbeilleAgence Française de Sécurité Sanitaire des Aliments (AFSSA), Site de Sophia Antipolis, Laboratoire d’Études et de Recherches sur les Petits Ruminants et les Abeilles (LERPRA)Sophia Antipolis CedexFrance

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