Apidologie

, Volume 38, Issue 3, pp 306–311

Chemical characteristics of poplar type propolis of different geographic origin

Authors

  • Milena P. Popova
    • Institute of Organic Chemistry with Centre of PhytochemistryBulgarian Academy of Sciences
    • Institute of Organic Chemistry with Centre of PhytochemistryBulgarian Academy of Sciences
  • Stefan Bogdanov
    • Swiss Bee Research Centre, FAM
  • Iva Tsvetkova
    • Institute of MicrobiologyBulgarian Academy of Sciences
  • Christo Naydenski
    • Institute of MicrobiologyBulgarian Academy of Sciences
  • Gian Luigi Marcazzan
    • National Institute of Beekeeping
  • Anna-Gloria Sabatini
    • National Institute of Beekeeping
Original Article

DOI: 10.1051/apido:2007013

Cite this article as:
Popova, M.P., Bankova, V.S., Bogdanov, S. et al. Apidologie (2007) 38: 306. doi:10.1051/apido:2007013

Abstract

Validated spectrophotometric procedures were used to quantify three main groups of bioactive substances (phenolics, flavones/flavonols, flavanones/dihydroflavonols) in 114 samples of poplar-type propolis from different geographic origins. From the results, we characterized raw poplar propolis in terms of minimum content of its bioactive components (antimicrobial and antioxidant) as follows: 45% resin, 21 % total phenolics, 4% total flavones/flavonols; 4% total flavanones/dihydroflavonols, and a maximum Minimum Inhibitory Concentration (MIC) against S. aureus of 250 μg/mL. A significant negative correlation was observed between the amount of total phenolics and MIC. The results indicate that measuring the concentrations of groups of active compounds, rather than individual components, is an appropriate approach in developing quality standards for propolis.

poplar propolischemical characteristicsantibacterial activitystandardization

Caractéristiques chimiques de la propolis de type peuplier de diverses origines géographiques

Propoliscomposition chimiqueactivité antibactériennestandardisation

Charakteristik von Pappelpropolis: Eine Studie über Proben unterschiedlicher geografischer Herkunft

Zusammenfassung

Ziel dieser Arbeit ist, die typischen Eigenschaften von Pappel-Rohpropolis bezüglich des Gehalts an bioaktiven Komponenten (antimikrobiell und antioxidant) zu bestimmen. Hierzu wurden validierte spektrophotometrische Verfahren für die Quantifizierung der drei Hauptgruppen bioaktiver Substanzen (Phenole, Flavone/Flavonole, Flavanole/Dihydroflavonole) an 114 Proben unterschiedlicher geografischer Herkunft durchgeführt. Weiter wurde die Menge von Balsam (Extrakt mit 70 % Ethanol) und die minimale Hemmkonzentration (MIC) gegen Streptococcus aureus gemessen. Die Messwerte für diese Charakterisierungen sind in Tabelle I. aufgeführt. Obwohl die chemische Zusammensetzung von Pappelknospenexudaten verhältnismäßig konstant ist, könnte es signifikante Abweichungen in dem Prozentsatz der einzelnen Komponenten an unterschiedlichen Orten geben (Abb. 1). Die Messwerte waren nicht normal verteilt, daher empfehlen wir die empirischen 20 % Quantile zur Festsetzung des minimalen Balsamgehaltes und des Gehaltes an biologisch aktiven Komponenten, sowie des 80 % Quantils für MIC. Hieraus ergibt sich für die Minimalgehalte im Einzelnen: Balsam 45 %, Phenole insgesamt 21 % (im Rohpropolis), Flavone und Flavonole 4 % (im Rohpropolis), Flavanone und Dihydroflavonole 4 % (im Rohpropolis), und für MIC gegenüber Staphylococcus aureus ein Maximum von 250 μg/mL (im Trockenbalsam). Durch eine ANOVA konnte gezeigt werden, dass große Höhen sowie nördliche Breiten einen Einfluss auf den Gehalt an biologisch aktiven Substanzen haben, die Konzentrationen sind hier etwas niedriger. Allerdings ist dieser Einfluss von geringer Bedeutung, da er die biologische Aktivität der Proben nicht signifikant beeinflusste. Eine weitere wichtige Beobachtung war ein negativer Zusammenhang zwischen der Konzentration der Gesamtphenole im Propolisbalsam und MIC (P = 0,003). Bisher war ein solcher Zusammenhang nicht statistisch belegt. Die Ergebnisse sind für die Standardisierung von Propolis von besonderem Interesse. Sie unterstützen unser Konzept einer Vörgehensweise der Erfassung ganzer Gruppen bioaktiver Substanzen anstelle von Einzelkomponenten. Unsere Ergebnisse deuten weiter darauf hin, dass die Messung von MIC auf Grund der komplexen synergistischen Effekte der verschiedenen Propoliskonstituenten ein obligatorisches Element der Qualitätskontrolle sein sollte. Weiter ist wichtig daran zu erinnern, dass verschieden Propolistypen unterschiedliche chemische Zusammensetzung haben und die gezogenen Schlussfolgerungen daher nur für Pappelpropolis gelten und keinesfalls auf andere Propolissorten übertragbar sind.

PropolisPappelChemische Charakterisierungantibakterielle WirkungStandardisierung

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