, Volume 40, Issue 6, pp 627-633

Kin recognition and inbreeding reluctance in bumblebees

Rent the article at a discount

Rent now

* Final gross prices may vary according to local VAT.

Get Access

Abstract

Inbreeding frequently has a costly impact on fitness, thus selection has favoured the evolution of kin recognition and inbreeding avoidance behaviour in many species. As haplodiploid Hymenoptera, bumblebees are susceptible to additional costs of inbreeding due to their single-locus complementary sex determination (sl-CSD) system, which means that incest can result in the production of costly diploid males. Here we test whether Bombus terrestris reproductives are able to discriminate between kin and non-kin and whether their willingness to mate is adjusted accordingly. We found that B. terrestris reproductives took significantly longer to mate with siblings compared to non-relatives. This indicates that this species exhibits kin recognition and uses this information to determine mating behaviour.

Zusammenfassung

Bei vielen Tierarten führt die Paarung mit nahen Verwandten bei den Nachkommen zu einer geringerer Fitness, ein Phänomen, das als Inzuchtdepression bekannt ist. Solche Arten sollten daher in der Lage sein, ihre Verwandten zu erkennen und eine Paarung mit ihnen zu vermeiden. Das Ziel dieses Experimentes war es zu prüfen, ob Hummeln aus der Art Bombus terrestris ihre Verwandten erkennen können, da Hummeln allgemein als besonders anfällig gegenüber Inzuchteffekte gelten. Dies vor allem deshalb, da aufgrund der genetischen Strukturen im Hummelvolk die Paarung zwischen verwandten Individuen zu diploiden Männchen führen kann. Diploide Männchen sind steril und werden auf Kosten der fleißigen Arbeiterinnen produziert, wodurch das Hummelvolk geschwächt wird. Daher sollte die natürliche Selektion zu Verwandtschaftserkennung und Inzuchtvermeidung führen, um die Kosten für die Produktion diploider Männchen zu umgehen. Das Paarungsexperiment wurde in einem großen Flugkäfig (70 cm × 70 cm × 70 cm) aus Gaze durchgeführt und den jungen Königinnen wurden entweder ihre Brüder oder unverwandte Männchen als Paarungspartner angeboten. Die Bereitschaft der Königinnen sich mit ihren Brüdern bzw. den unverwandten Männchen zu paaren wurde ermittelt, indem die Zeitspanne zwischen dem Freilassen der Paarungspartner (Königin und Männchen) und der erfolgreichen Kopulation gemessen wurde. Durchschnittlich 10,8 Minuten (± 0,94) vergingen, bis eine Verwandtenpaarung stattfand, während im Durchschnitt lediglich 4,5 Minuten (± 1,15) für eine Paarung zwischen nicht verwandten Partnern benötigt wurden. Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass B. terrestris die Fähigkeit zur Verwandtschaftserkennung besitzt und entsprechend dem Verwandtschaftsgrad das Paarungsverhalten ändert. Weitere Untersuchungen sollten die Mechanismen der Verwandtschaftserkennung aufklären.