, Volume 40, Issue 2, pp 97-105

Morphological study of Honeybees (Apis mellifera) from Libya

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Abstract

We show, with classical morphometrical analyses, that Libyan honeybees sampled at coastal and desert locations are distinctly different from both the adjacent A. m. intermissa bee populations of Tunisia and Algeria and those of A. m. lamarckii of Egypt. The morphotype was most closely related to A. m. sahariensis and, based on wing venation angles, showed affinities to A. m. jemenitica, indicating that the sampled populations might be derived from a formerly extended Saharan honeybee population during the Holocene pluvial. Scattered morphometric similarities to the European bee A. m. ligustica suggest that importation of honeybees from Italy may have had only minor impact on endemic Libyan honeybee populations. Conservation measures might be particularly appropriate for remote oasis populations, which might be true relic population from the Holocene.

Zusammenfassung

In dieser Arbeit werden Honigbienen Libyens mit den anderen Bienenrassen des mediterranen Raums und der Sahara verglichen. Je 10 Arbeiterinnen wurden von 11 Völkern an vier verschiedenen Standorten (Kufra (3), Baida (3), Brak (3), Surt (2); Abb. 1) in Libyen mit einem Standardset von 37 Merkmalen morphometrisch analysiert (Tab. I). Diese Daten wurden mit denen der biometrischen Datenbank des Instituts für Bienenkunde, Oberursel verglichen. Alle Daten wurden einer Faktorenanalyse, einer Diskriminanzanalyse und einer Clusteranalyse unterzogen. Die Hauptkomponenten-Analyse zeigte, dass die libyschen Proben einen separaten Kluster bilden, der eine höhere Ähnlichkeit zu A. m. saharensis als zu den anderen afrikanischen Bienenrassen zeigt (Abb. 2). Ein ähnliches Ergebnis wurde auch in der Diskriminanzanlyse erzielt (Abb. 3) in der die meisten libyschen Proben korrekt zur eigenen Gruppe zugeordnet wurden. Auch die auf den euklidischen Distanzen zwischen den Mittelwerten der Merkmale in den Gruppen beruhende Klusteranalyse zeigte, dass die libyschen Proben nahe zusammen liegen und betonte die Nähe zu A. m. sahariensis, die innerhalb des gleichen Klusters angeordnet wurde. Insgesamt zeigten die Proben von Kufra die höchste Ähnlichkeit zu A. m. sahariensis, während die beiden nordafrikansichen Rassen A. m. intermissa in Westen und A. m. lamarckii in Osten deutlich weniger Gemeinsamkeiten mit den libyschen Honigbienen aufwiesen. Unserer Analyse belegt, dass die libyschen Honigbienen einen distinkten Ökotyp darstellt, mit Anklängen an A. m. sahariensis und, besonders in den Flügelwinkeln, auch an A. m. jemenitica darstellt. Zusammen mit A. m. sahariensis stellt sie möglicherweise eine Reliktpopulation aus dem Holozän dar. Unsere Analyse zeigte weiterhin Anzeichen auf eine mögliche Introgression importierter Europäischer Bienenrassen auf die endemische Population in Libyen, die Schutzmaßnahmen zur Erhaltung der Biodiversität dieser spezifischen Wüstenbiene angezeigt sein lassen könnten.

Manuscript editor: Walter S. Sheppard