Familiäre Netzwerke und Lebenszufriedenheit alter Menschen in ländlichen und urbanen Regionen

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Zusammenfassung

Wir untersuchten mit Daten des Sozio-oekonomischen Panels aus dem Jahr 1996, inwieweit zum Ende der 1990er Jahre ein Stadt-Land-Gefälle in der Größe familiärer Netzwerke alter Menschen in Deutschland besteht, und ob daraus ein Vorteil des Alterns in ländlichen gegenüber urbanen Regionen hinsichtlich subjektiven Wohlbefindens resultiert. In einem Strukturgleichungsmodell wurde der Zusammenhang zwischen Aspekten des Familiennetzwerks (Größe, Enge verwandtschaftlicher Beziehungen, Nähe von Angehörigen), Einsamkeitsgefühlen, Sorgen und Lebenszufriedenheit analysiert. Unsere Befunde zeigen, dass ältere Menschen auf dem Lande in größeren familiären Netzwerken leben als in urbanen Regionen. Auf dem Lande bestehen mehr und engere Verwandtschaftsbeziehungen, und es ist vor allem dieser letztere Aspekt, der sich günstig auf das subjektive Wohlbefinden dieser älteren Personen auswirkt. Dieser Effekt tritt im Westteil Deutschlands deutlicher zutage als im Osten.

Abstract

Using data from the German Socio-economic Panel (GSOEP) from 1996, we examined whether the size of elders’ family networks differs between rural and urban regions of Germany, and whether the size of the family network gives rural elders an advantage in terms of well-being. We analyzed the association between certain aspects of the family network (size, closeness of relationships, proximity of relatives), feelings of loneliness, sorrow and life-satisfaction in a structural equation model. Results revealed that rural elders do live in larger family networks compared to urban elders. The elders in rural areas had more family relations and felt closer to them; it was especially the latter aspect which had a positive effect on the subjective well-being of older persons. This effect was larger in the western part compared to the eastern part of Germany.

Die in diesem Beitrag verwendeten Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) wurden vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin, bereitgestellt.