Journal of Ornithology

, Volume 155, Issue 3, pp 571–579

Interpreting seasonal range shifts in migratory birds: a critical assessment of ‘short-stopping’ and a suggested terminology

  • Johan Elmberg
  • Rebecca Hessel
  • Anthony David Fox
  • Lars Dalby
Review

DOI: 10.1007/s10336-014-1068-2

Cite this article as:
Elmberg, J., Hessel, R., Fox, A.D. et al. J Ornithol (2014) 155: 571. doi:10.1007/s10336-014-1068-2

Abstract

The term ‘short-stopping’ is increasingly used in ecology to describe spatio-temporal changes in occurrence of migratory species. Spurred by the insight that it has been used in a variety of contexts, we reviewed its use in avian ecology. A literature search yielded 59 papers explicitly treating short-stopping in birds, most of them in peer-reviewed journals. The term was first used in 1967 to describe a northward shift in wintering Canada Geese in North America and has been used with increasing frequency to the present day. Geese dominate the short-stopping literature, which is confined to the northern hemisphere. Short-stopping has been used to describe (1) a shortened autumn migration that results in a wintering distribution closer to breeding areas, (2) a shortened spring migration that results in a breeding distribution closer to wintering areas, and (3) a delay in autumn migration that leads to a perceived reduced abundance in some part of the winter range. We advocate that short-stopping should be used only to describe (1) range shifts that involve shortening of the migratory corridor, and that they are qualified explicitly by season (i.e. breeding/winter) and degree (i.e. full or partial range shift). In other cases of breeding, wintering or entire range shifts where the migratory corridor is elongated or remains the same, we recommend using the term ‘range shift’, qualified by season, geography and orientation (i.e. the direction of the range shift). We also discuss the need for spatially explicit avian count monitoring mechanisms (rather than capture–recapture or hunting bag data) designed specifically to track such changes in distribution in the future.

Keywords

Breeding range Climate change Distribution Migration Range shift Wintering range 

Zusammenfassung

Die Deutung jahreszeitlicher Gebietsverschiebungen bei Zugvögeln: eine kritische Beurteilung des Begriffs “short-stopping”und Vorschläge zur Terminologie

Der Begriff “short-stopping”wird in der Ökologie zunehmend zur Beschreibung räumlich-zeitlicher Änderungen im Vorkommen ziehender Arten gebraucht. Motiviert von der Erkenntnis, dass diese Bezeichnung in den verschiedensten Zusammenhängen verwendet wird, untersuchten wir deren Gebrauch auf dem Gebiet der Ökologie der Vögel. Eine Literaturrecherche erbrachte 59 Publikationen, die sich explizit mit Zugwegverkürzungen bei Vögeln beschäftigen, die meisten davon in Zeitschriften, die einem Gutachterverfahren unterlagen. Der Begriff wurde zuerst 1967 verwendet, um eine nordwärtige Verschiebung bei überwinternden Kanadagänsen in Nordamerika zu beschreiben und ist mit zunehmender Häufigkeit bis heute in Gebrauch. Gänse dominieren die Literatur zum Thema Zugwegverkürzung, welche zudem auf die Nordhemisphäre beschränkt ist. Mit „short-stopping“wurden beschrieben: (a) ein verkürzter Herbstzug, welcher zu einer näher an den Brutgebieten liegenden Winterverbreitung führt; (b) ein verkürzter Frühjahrszug, der bewirkt, dass die Verbreitung zur Brutzeit näher an die Überwinterungsgebiete rückt; und (c) ein verzögerter Herbstzug, der in einer beobachteten verringerten Häufigkeit in Teilen des Überwinterungsgebietes resultiert. Wir empfehlen, die Bezeichnung „short-stopping”nur auf Gebietsverschiebungen anzuwenden, die durch eine Verkürzung des Zugkorridors zustande kommen und die ausdrücklich durch die Jahreszeit (d. h. Brutzeit/Winter) und ihr Ausmaß (d. h. vollständige oder teilweise Gebietsverschiebung) gekennzeichnet sind. In anderen Fällen der Verschiebung von Brut-, Überwinterungs- oder Gesamtverbreitungsgebieten, bei denen der Zugkorridor länger wird oder sich nicht ändert, empfehlen wir die Verwendung des Begriffs Gebietsverschiebung (“range shift”), mit einer zusätzlichen jahreszeitlichen, geografischen oder richtungsbezeichnenden Angabe (d. h. die Richtung der Gebietsverschiebung). Außerdem diskutieren wir den Bedarf an speziell entwickelten, räumlich genauen Monitoring-Techniken für Vogelbestände (anstelle von Fang-Wiederfang-Daten oder Jagdstatistiken), um solche Veränderungen zukünftig nachvollziehen zu können.

Copyright information

© Dt. Ornithologen-Gesellschaft e.V. 2014

Authors and Affiliations

  • Johan Elmberg
    • 1
  • Rebecca Hessel
    • 2
  • Anthony David Fox
    • 3
  • Lars Dalby
    • 3
  1. 1.Division of Natural SciencesKristianstad UniversityKristianstadSweden
  2. 2.KristianstadSweden
  3. 3.Department of BioscienceAarhus UniversityRøndeDenmark