, Volume 154, Issue 4, pp 889-900

Phylogeography and genetic diversity of the Robin (Erithacus rubecula) in the Azores Islands: Evidence of a recent colonisation

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Abstract

We present new insights into the phylogeography of the Robin, Erithacus rubecula, from the seven Azores Islands where it breeds, based on sequences of mitochondrial and nuclear genes from 35 individuals (five from each of the seven islands) as well as outgroup/comparison samples from Madeira, Canary Islands and Continental Western Palearctic (Europe and North Africa). To understand the level of concordance between the genetic data and morphometric variability, eight morphometric characters were analysed for 113 birds for the seven Azores Islands populations. Our results revealed that Robins from the Azores possess low genetic diversity and share their most common haplotype with Madeira and the Continental Western Palearctic Robins, which support the hypothesis of one recent founder event and a fast range expansion to most of the Azores Islands. Nevertheless, despite this lack of neutral genetic differentiation, morphological differences were found among islands, which could be attributed to natural selection processes. The morphological data show that birds from São Miguel had the longest wings and largest body mass, and that birds from Graciosa had the smallest bill length. This recent colonisation could be the reason for the absence of Robins in the westernmost islands of the Azores.

Zusammenfassung

Phylogeographie und genetische Diversität des Rotkehlchens ( Erithacus rubecula ) auf den Azoren: Hinweise auf eine kürzlich erfolgte Besiedlung

Wir stellen neue Erkenntnisse zur Phylogeographie des Rotkehlchens (Erithacus rubecula) auf den sieben Azoreninseln, auf denen es brütet, vor, die auf den Sequenzen mitochondrialer und nukleärer Gene von 35 Individuen (fünf von jeder Insel) sowie Außengruppen-/Vergleichsproben aus Madeira, den Kanaren und der kontinentalen westlichen Paläarktis (Europa und Nordafrika) basieren. Um das Ausmaß der Übereinstimmung zwischen den genetischen Daten und der morphometrischen Variabilität zu verstehen, haben wir acht morphometrische Merkmale für 113 Vögel aus den sieben Azoreninselpopulationen analysiert. Unsere Ergebnisse zeigten, dass Rotkehlchen von den Azoren eine niedrige genetische Diversität aufweisen und den häufigsten Haplotyp mit den Rotkehlchen aus Madeira und der kontinentalen westlichen Paläarktis teilen, was die Hypothese eines kürzlich erfolgten Besiedlungsereignisses und einer schnellen Ausweitung des Verbreitungsgebiets auf die meisten Azoreninseln stützt. Trotz dieses Mangels an neutraler genetischer Differenzierung wurden morphometrische Unterschiede zwischen den Inseln gefunden, die auf natürliche Selektionsprozesse zurückgeführt werden konnten. Die morphologischen Daten zeigen, dass Vögel aus São Miguel die längsten Flügel sowie die größte Körpermasse und Vögel aus Graciosa die kürzesten Schnäbel aufwiesen. Diese erst kürzlich erfolgte Besiedlung könnte der Grund dafür sein, dass Rotkehlchen auf den westlichsten Azoreninseln fehlen.

Communicated by M. Wink.