Ernährung und Flächennutzung in Österreich

  • M. Zessner
  • K. Helmich
  • S. Thaler
  • M. Weigl
  • K.H. Wagner
  • T. Haider
  • M.M. Mayer
  • S. Heigl
Originalarbeit

DOI: 10.1007/s00506-011-0293-7

Cite this article as:
Zessner, M., Helmich, K., Thaler, S. et al. Österr Wasser- und Abfallw (2011) 63: 95. doi:10.1007/s00506-011-0293-7

Zusammenfassung

Die Ernährung der österreichischen Bevölkerung weicht im Mittel deutlich von Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE-Ernährungspyramide) ab. Der vorliegende Artikel geht den Fragen nach, wie sich eine Veränderung in den Ernährungsgewohnheiten in Österreich auf die Flächennutzung auswirken würden, inwieweit in Österreich eine Eigenversorgung mit Nahrungsmitteln gegeben ist und welche alternative Nutzung von Flächen, die bei Ernährungsumstellung allenfalls nicht mehr für eine Nahrungsmittelproduktion benötigt werden, möglich wäre. Es zeigt sich, dass Österreich derzeit für die Ernährung der Bevölkerung deutlich mehr Ackerflächen nutzt, als in Österreich zur Verfügung steht. Eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten hin zu einer Ernährung, welche den Empfehlungen der DGE entspricht, würde den Flächenbedarf für die Nahrungsmittelproduktion der Österreichischen Bevölkerung um knapp 30 % senken. Österreich würde in diesem Fall für die Ernährung der Bevölkerung deutlich weniger als die vorhandene landwirtschaftliche Fläche benötigen. Für eine Nahrungsmittelversorgung nicht benötigt würden vor allem Grünlandflächen und stünden damit einer energetischen oder anderwärtigen Nutzung (natürliche Sukzession, Landschaftspflege oder Produktion für den Export) zur Verfügung.

Nutrition and land use in Austria

Summary

The nutrition habits of the Austrian population differ substantially on average from the dietary recommendations issued by the Deutsche Gesellschaft für Ernährung – DGE (German nutrition society). This article studies the way in which a change in Austrian nutrition habits would affect land use, the level of foodstuff self-supply in Austria, and what alternative use would be possible for land no longer needed for food production were Austrians to change their nutrition habits. Providing food for Austrians currently requires much more arable land than is available in Austria itself. A change in eating habits towards a diet in conformity with the recommendations of the guidelines issued by the Deutsche Gesellschaft für Ernährung – DGE (German nutrition society) would reduce the land required for food production for the Austrian population by almost 30 %. In such a case, Austria would need much less than its present agricultural land to feed its population. It is mainly grassland that would no longer be needed for producing foodstuffs for Austria's population and this land would then be available for energetic or other uses, such as natural succession, landscape preservation or production for export purposes.

Copyright information

© Springer-Verlag 2011

Authors and Affiliations

  • M. Zessner
    • 1
    • 4
  • K. Helmich
    • 2
  • S. Thaler
    • 1
    • 4
  • M. Weigl
    • 3
  • K.H. Wagner
    • 2
  • T. Haider
    • 2
  • M.M. Mayer
    • 3
  • S. Heigl
    • 3
  1. 1.Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und AbfallwirtschaftTechnische Universität WienWien
  2. 2.Institut für ErnährungswissenschaftenUniversität WienWien
  3. 3.Österreichische Vereinigung für Agrar-, Lebens- und Umweltwissenschaftliche ForschungWien
  4. 4.Centre for Water Resource Systems (CWRS) at the Vienna University of TechnologyWien

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