Zur Cortison-Wirkung bei experimenteller Keratitis herpetica

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Zusammenfassung

Nach cornealer Infektion mit eingestellten Infektionsdosen von Herpes simplex-Virus kam es bei lokal mit Cortison behandelten Kaninchen stets zu einem schwereren Krankheitsverlauf als bei den Kontrolltieren.

Die zirkulierenden neutralisierenden oder komplementbindenden Antikörper waren bei den cortison-behandelten Tieren nicht vermindert, sondern meist sogar etwas erhöht.

Bei Einhaltung bestimmter Bedingungen konnten mit einiger Regelmäßigkeit in den Cornea-Extrakten neutralisierende Antikörper aufgefunden werden. Damit gelang es unseres Wissens erstmalig virus-spezifische Antikörper im Auge nachzuweisen. Aber auch diese Antikörper waren bei den cortison-behandelten Tieren nicht vermindert.

Wir fanden dann, daß Zellkulturen, die mit Cortison behandelt worden waren, mit einer bestimmten Virusdosis mehr Infektionsherde entwickelten als unbehandelte Kontrollkulturen. Dabei war weder die Virusadsorption, noch die Virusvermehrung in der einzelnen Zelle verändert; wenn die Virusstreuung durch Zusatz von Antiserum zum Kulturmedium verhindert wurde, kam die Cortisonwirkung voll zum Ausdruck.

Es wird für möglich gehalten, daß die Wirkung des Cortisons bei der Keratitis herpetica Beziehungen hat zu dem Cortison-Effekt in der Gewebekultur.

Mit 7 Textabbildungen
Mit Unterstützung des niedersächsischen Zahlenlottos.