, Volume 22, Issue 6, pp 374-381
Date: 01 Sep 2013

Symptomatische Therapie der allergischen Rhinitis unter besonderer Berücksichtigung nicht-pharmakologischer Behandlungsformen

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Zusammenfassung

Die Behandlung der allergischen Rhinokonjunktivitis erfolgt vor allem symptomatisch nach den Richtlinien der ARIA in Kooperation mit der World Health Organization (WHO), basierend auf der kürzlich überarbeiteten Ausgabe der ARIA-Leitlinie. Zum Einsatz kommen Antihistaminika, Glukokortikoide, Leukotrienantagonisten, Dekongestiva, Cromone und als einzige kausale Therapie die allergenspezifische Immuntherapie. Für die Behandlung der Rhinorrhö bei der persistierenden allergischen Rhinitis wird zusätzlich das intranasale Ipratropiumbromid empfohlen. Trotz dieses Behandlungsregimes sind viele Patienten unterversorgt. Der Grund hierfür sind frei verkäufliche, veraltete Pharmaka, die keine optimale Versorgung der Patienten garantieren. Zudem herrscht eine hohe Non-Compliance der Patienten, welche oft durch eine Steroidphobie verursacht ist. Dies führt dazu, dass die Symptome der allergischen Rhinitis häufig nicht ausreichend therapiert werden. Alternativen für diese Patienten können die neu auf dem Markt erhältlichen, nicht pharmakologisch, sondern physikalisch wirksamen Rhinologika sein. Darunter sind Nasensprays und Spüllösungen aus isotonen Salzlösungen, ein Zellulosespray und ein liposomales Nasenspray sowie ein Nasenspray kombiniert mit Augentropfen aus Ectoinen zu nennen. Diese alternativen Therapieoptionen weisen im Gegensatz zur Standardtherapie lediglich geringe oder keine Nebenwirkungen auf. Die Wirkprinzipien und die Anwendung der zuvor beschriebenen neuen Therapieansätze müssen in Zukunft weiter erforscht und evaluiert werden. Zudem sollten Patienten, die einer pharmakologischen Therapie reserviert gegenüberstehen, stets auf alternative, nicht-pharmakologische Therapien, welche rein physikalisch auf die Nasenschleimhaut wirken, hingewiesen werden.

Summary

The treatment of allergic rhinoconjunctivitis is mainly symptomatic according to the guidelines of the ARIA in cooperation with the WHO, based on the recently adapted version of the ARIA. Antihistamines, glucocorticoids, leukotriene antagonists, decongestants, Cromones and, as the only causal treatment, allergen-specific immunotherapy are applied in guideline-compliant therapy. Intranasal ipratropium bromide is also recommended for treating rhinorrhea in persisting allergic rhinitis. Despite all of these treatment regimens, many patients are treated insufficiently due to outdated, over-the-counter (OTC) pharmaceuticals that do not guarantee optimal therapy. Also, the non-compliance rate among patients is high and often caused by steroid phobia. This results in the fact that the symptoms of allergic rhinitis are often not treated adequately. Alternatives for such patients could be rhinological medications newly available on the market with their physical instead of pharmacological effects. Among these are nasal sprays and isotonic saline solutions, a cellulose spray, a liposomal nasal spray as well as an ectoin nasal spray combined with ectoin eyedrops. Unlike standard treatment, these alternatives have few or no side effects. The mechanisms of action and the use of new treatment approaches described above require further research and evaluation. Patients who have reservations about pharmacological therapy should be given treatment alternatives with new non-pharmacological agents.

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären folgende Interessenkonflikte: Ralph Mösges war als Berater tätig (1), hat Forschungsgelder erhalten (2) oder war Referent (3) für AFI/Diamed1,2,3, AIPrevent2, Alcon Pharma1,2, ALK-Scherax1,3, Allergen Therapeutics/Bencard1,3, Allergopharma1, Almirall1,2,3, Asta Medica/Meda1,2,3, Astra AB3, Asche3, Sanofi/Aventis1,2,3, Bayer1,3, BGT1, Bionorica3, BioTechTools1, Bitop AG1,2, Dr. Beckmann3, Daimler AG1, Essex-Pharma1,2,3, Ferrero1, Fresenius1,3, Grünenthal3, GSK3, HAL1,2, Hoechst1,2,3, Intersun1,2,3, Johnson&Johnson/Janssen Research1,2,3, Karl Storz1,2, Klosterfrau1,2, Lofarma1,2, MSD1,3, Novartis/Leti1,3, Optima1,2, Pfaff1, Philips B.V.1, Pierre Fabre1,2, Promonta1,2, Roxall1,2, Schering-Plough1,2,3, Schwabe1,3, Schwarz-Pharma1,3, Servier/IRIS1,2,3, Stada1,3, Stallergenes1,2,3, UCB1,2,3, Ursapharm1,2, Yamanouchi3, Zyma1,2
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