, Volume 14, Issue 12, p 37
Date: 28 Dec 2012

Konservativ behandeln oder operieren?

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Fragestellung: Ist der Verschluss eines offenen Foramen ovale bei Patienten mit transienten ischämischen Attacken (TIAs) oder kryptogenem Schlaganfall einer medikamentösen Therapie überlegen?

Hintergrund: Seit mehr als 20 Jahren tobt eine erbitterte Schlacht in der Medizin über die Bedeutung des offenen Foramen ovale (PFO) bei kryptogenen Schlaganfällen. Ohne jeden Beweis der Wirksamkeit wurde bei Patienten mit kryptogenem Schlaganfall ein offenes Foramen ovale verschlossen unter der Vorstellung, damit erneute Schlaganfälle zu verhindern.

Patienten und Methodik: Es wurde eine Literaturrecherche aller Studien durchgeführt, bei denen Patienten mit PFO und kryptogenem Schlaganfall/TIA entweder einen Verschluss des PFO erhielten oder rein medikamentös mit Acetylsalicylsäure (ASS) oder Antikoagulanzien behandelt wurden. Keine der Studien war randomisiert. Der primäre Outcome der Analyse waren erneute Schlaganfälle und TIAs. Außerdem wurden die Komplikationen des PFO-Verschlusses erfasst (▸Abb