Der Kardiologe

, Volume 4, Issue 1, pp 13–22

Stammzellen beim Myokardinfarkt

Grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse und klinische Aspekte
Interventionelle Kardiologie

DOI: 10.1007/s12181-009-0247-5

Cite this article as:
Möllmann, H., Nef, H. & Hamm, C. Kardiologe (2010) 4: 13. doi:10.1007/s12181-009-0247-5
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Zusammenfassung

Myokardinfarkte führen im Langzeitverlauf häufig zur Herzinsuffizienz. Diese ist trotz optimierter interventioneller und medikamentöser Therapie sowie des Einsatzes von AICDs noch immer mit einer hohen Mortalität assoziiert. Deshalb kommt neuen Behandlungsstrategien, die die Progression von Postinfarkt-Remodelingprozessen verlangsamen und Sekundärkomplikationen wie linksventrikuläre Aneurysmata sowie hochgradige Einschränkung der linksventrikulären Funktion verhindern, eine besondere Bedeutung zu. Neuere Studien haben gezeigt, dass Stammzellen in kardiale Myozyten (trans)differenzieren können, und stellten damit das Dogma infrage, dass das Herz ein terminal differenziertes Organ sei. Diese Erkenntnisse führten zu einer großen Anzahl grundlagenwissenschaftlicher und klinischer Arbeiten, in denen das therapeutische Potenzial von Stammzellen zur Reparation ischämisch geschädigten Myokards untersucht wurde. Der vorliegende Beitrag bietet zum einen eine Übersicht über den derzeitigen grundlagenwissenschaftlichen Kenntnisstand zur Bedeutung von Stammzellen nach Myokardinfarkt, zum anderen eine Zusammenfassung der ersten Studien, die den Einsatz von Stammzellen im klinischen Alltag untersucht haben.

Schlüsselwörter

Myokardinfarkt Stammzelltherapie Hämatopoietische Stammzellen Embryonale Stammzellen Myoblasten 

Stem cells in myocardial infarction

Basic research findings and clinical aspects

Abstract

Acute myocardial infarction often leads to congestive heart failure, a condition that is associated with high subsequent mortality. Recent studies demonstrating the ability of stem cells to (trans-)differentiate into cardiac myocytes have challenged the old belief that the heart is a terminally differentiated organ. These findings initiated intense basic and clinical research with the aim of using this stem cell ability to repair ischemically damaged myocardium. Very promising results achieved in mostly small animal studies prompted small clinical studies, which were only partly able to translate these findings from bench to bedside. This article provides an overview of both the current basic science knowledge on the role of stem cells in myocardial infarction and the results of the first studies that implemented stem cell therapy in the clinical setting.

Keywords

Myocardial infarction Stem cell therapy Hematopoietic stem cells Embryonic stem cells Myoblasts 

Copyright information

© Springer Medizin Verlag 2010

Authors and Affiliations

  1. 1.Kerckhoff-KlinikBad NauheimDeutschland

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