best practice onkologie

, Volume 7, Issue 1, pp 11–11

Biomarker zur Vorhersage des Chemotherapie-Erfolgs?

aktuell

DOI: 10.1007/s11654-012-5030-6

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best practice onkologie (2012) 7: 11. doi:10.1007/s11654-012-5030-6
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Forscher haben einen potentiellen Biomarker zur Vorhersage des Erfolgs einer Chemotherapie bei Darmkrebs identifiziert. Sie fanden heraus, dass eine bestimmte Modifikation des Gens TFAP2E damit zusammenhängt, ob ein Patient auf eine Chemotherapie anspricht.

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Wie die Ergebnisse einer Studie mit 200 Teilnehmern zeigten, bedingt die Methylierung des Gens TFAP2E ob ein Patient auf eine Chemotherapie anspricht oder nicht. Bei der Methylierung heftet ein Enzym CH3-Gruppen an das Cytosin der DNA und beeinflusst so die Aktivität von Genen. Die Forscher wiesen nach, dass Patienten mit einem besonders stark methylierten TFAP2E-Gen resistent gegen das Chemotherapeutikum 5-Fluorouracil waren. Dieses Ergebnis war unabhängig davon, ob die Patienten gleichzeitig eine Bestrahlungstherapie erhielten oder nicht.

Die Hypermethylierung des TFAP2E-Gens bewirkt, dass das Gen DKK4 vermehrt abgelesen wird. DKK4 ist Teil eines Signalwegs, der Informationen von der Zelloberfläche ins Zellinnere leitet und vermutlich eine Rolle bei der Entstehung von Darmkrebs spielt. Das Forscherteam möchte in Zukunft die Rolle der beiden Gene für die Darmkrebstherapie weiter erforschen und testen, ob sich aus der Studie ein Biomarker für den Einsatz in der Klinik ableiten lässt.

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© Springer-Verlag 2012

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