, Volume 49, Issue 4, pp 695-720
Date: 11 Jun 2009

Strategisches Wählen bei der Nachwahl in Dresden zur Bundestagswahl 2005

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Zusammenfassung

Bei der Bundestagswahl 2005 gab es eine Merkwürdigkeit, die erhebliche Konsequenzen nach sich zog. Aufgrund des Todes einer Direktkandidatin der NPDkam es im Wahlkreis Dresden Izu einer Nachwahl zwei Wochen nach dem regulären Termin der Bundestagswahl. Folglich kannten alle Dresdner Wähler schon das Ergebnis im übrigen Bundesgebiet, als sie ihre Stimme abgaben. Dies schenkte insbesondere den Dresdner CDU-Anhängern eine bisher einmalige Gelegenheit, ihre Stimme strategisch zu nutzen. Der Beitrag weist nach, dass von dieser Gelegenheit tatsächlich Gebrauch gemacht wurde, und zeigt die daraus erwachsenden rechtlichen Konsequenzen und theoretischen Implikationen auf.

Abstract

During the German federal elections in 2005 one peculiarity occurred which had considerable consequences. Due to the death of a district candidate in Dresden, there was a by-election in this district two weeks after the regular date. As a consequence, the electors in Dresden already knew the election results in the rest of Germany, when they cast their votes. This circumstance offered many of them a golden opportunity to vote strategically. This article proves that they indeed seized this chance and discusses the legal consequences and theoretical implications of that evidence.