, Volume 19, Issue 4, pp 497-498
Date: 13 Nov 2012

Buchbesprechungen

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Die Herausgeber unternehmen den anspruchsvollen Versuch, sowohl eine schulen- und formatübergreifende Theorie der Beratung zu entwerfen als auch deren Evaluation in der Praxis durch Fallbeispiele zu illustrieren. Dabei greifen sie in erster Linie auf die generischen ( = erzeugenden) Prinzipien von Haken und Schiepek zurück. Haken ist Physiker und hat schon vor über 3 Jahrzehnten die Synergetik als „Lehre vom Zusammenwirken“ vieler Einzelelemente in einem System entwickelt. Schiepek dagegen ist Psychologe und hat sich wie Grawe – auf den sich die Herausgeber ebenfalls beziehen – mit der Psychotherapieforschung befasst.

Die generischen Prinzipien korrespondieren größtenteils mit dem, was in der Psychotherapieforschung als Wirkfaktoren bezeichnet wird, z. B.:

  • Stabilitätsbedingungen für Veränderungsprozesse schaffen (sicherer Ort, Transparenz im Vorgehen, strukturelle Sicherheit, emotionale Stabilität);

  • das System und dessen Muster identifizieren (festlegen, um welches System es geht, unerwün