, Volume 2, Issue 4, pp 240-248
Date: 08 Sep 2007

Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen

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Zusammenfassung

Hintergrund

Übergewicht und Adipositas sind ein wachsendes Gesundheitsproblem, welches heute bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen endemisch ist. Deshalb ist eine Prävention von Übergewicht dringend notwendig. Die bisherigen Erfahrungen von „konventioneller“ Adipositasprävention (z. B. in Kindertagesstätten oder Schulen) sind aber eher ernüchternd, diese Maßnahmen waren nur begrenzt erfolgreich.

Ziel

Vor dem Hintergrund einer Analyse existierender Präventionsstrategien und deren langfristiger Wirksamkeit wird eine Bestandsaufnahme vorgenommen, inwieweit die verschiedenen Akteure auf dem Gebiete der Adipositasprävention bereits optimal positioniert sind. Ziel dieser Analyse ist es, die Bemühungen um die Prävention von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen zu bündeln und auf ein wissenschaftliches Fundament zu setzen.

Ergebnis

Der vorliegende Artikel formuliert eine theoretische Basis und auch einen Rahmen für zukünftige Präventionsstrategien. Aus Sicht von „Public Health“ müssen alle Beteiligten (Experten, Politiker, Versicherungen, Industrie und Medien) in die Lösung des Problems involviert werden. Die epidemiologische Triade bietet den Akteuren Orientierung und erlaubt ihnen, den richtigen Platz für ihre Interventionen zu finden. Die Koordinierung gemeinsamer Aktivitäten im Kampf gegen das Übergewicht ist eine Herausforderung für die Zukunft. Diese Ideen folgen den aktuellen Aktivitäten der WHO (z. B. der WHO-Charta von Istanbul 2006).

Abstract

Background

The prevalence of obesity has increased in recent decades. Obesity is now considered endemic in children, adolescents and adults. Thus prevention of overweight is necessary. However present evidence suggests only limited success rates of traditional preventive measures (i.e. school-based interventions).

Aims

After analysing existing prevention strategies and their long-standing effects, the question is answered if the“key players” of prevention have optimal positions and strategies. The main aim of this analysis consists in defining a theoretical basis and an evidence-based framework of prevention and intervention strategies against overweight and obesity.

Results

The present article provides a theoretical basis as well as a framework of future strategies to combat overweight at a societal level. From a public health point of view, different players, i.e. experts, politicians, insurances, the industry as well as the media, all have to be involved in the solution of the problem. The epidemiological triad provides orientation to the different actors to find their place for effective intervention strategies. Co-ordination of different activities is a challenge for future work. These ideas follow current WHO strategies (i.e. the WHO Istanbul Charter).

Die Kieler Adipositaspräventionsstudie (KOPS) wurde/wird gefördert durch Grants der deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG Mü 5-1, 5-2, 5-3, 5-4, und 5-5), des BMBF (Nahrungsfette und Genvariabilität), der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker und des „World Cancer Research Funds“ (WCRF).
Der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey KiGGS wurde durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.