, Volume 7, Issue 8, pp 561-567
Date: 01 Dec 2011

Primär- und Sekundärprävention des Typ-1-Diabetes

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Zusammenfassung

Typ-1-Diabetes mellitus (T1D) ist die häufigste chronische Autoimmunerkrankung im Kindes- und Jugendalter. Die Inzidenz steigt weltweit an. Vor allem Kleinkinder sind zunehmend von der Erkrankung betroffen. Trotz einer Verbesserung der Insulintherapie in den letzten Jahren können Folgeerkrankungen, wie die diabetische Retinopathie und Nephropathie, in vielen Fällen mit den derzeitigen Therapiemöglichkeiten nicht langfristig verhindert werden. Komplikationen sind v. a. bei Kindern, die aufgrund der frühen Manifestation eine lange Diabetesdauer haben werden, zu befürchten. Die Entwicklung effektiver Maßnahmen zur Prävention der Inselautoimmunität und der Progression zum T1D ist somit ein wichtiges medizinisches, aber auch volkwirtschaftliches Ziel. Primär präventive Ansätze greifen bei genetisch prädisponierten Personen bereits vor dem Auftreten von diabetesassoziierten Autoantikörpern ein. Die Sekundärprävention soll die Progression zum T1D bei Personen, die bereits Autoantikörper aufweisen, verhindern.

Abstract

Type 1 diabetes (T1D) is the most common autoimmune disease in children and adolescents with a worldwide rising incidence. In particular, small children are becoming more and more affected. Despite the improvement of insulin therapy complications, such as retinopathy and nephropathy cannot be avoided in many cases. These complications are predominantly suspected in children with an early onset and a long duration of diabetes. Therefore, the development of effective preventive strategies is an important medical and also economic goal. Primary prevention in genetically predisposed individuals intervenes before diabetes-associated antibodies occur. Secondary prevention aims to arrest the progression to T1D in subjects with autoantibodies.