, Volume 4, Issue 1, pp 30-40

Diabetes mellitus Typ 2

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Zusammenfassung

Die Zunahme der Diabetesprävalenz lässt sich nicht allein durch genetische Prädisposition erklären. Vielmehr muss es diverse exogene Risikofaktoren geben, die zu einem großen Teil auf einem veränderten Lebensstil der Bevölkerung beruhen. Auf die Frage, wie dieser mit der Pathogenese eines Typ-2-Diabetes und dessen Therapie zusammenhängt, versuchten zahlreiche, 2006 publizierte Studien eine Antwort zu geben. Bei der Pathogenese werden die beiden Faktoren Insulinresistenz und -sekretion an erster Stelle diskutiert. Das Ausmaß Letzterer scheint den aktuellen Glukosestatus zu bestimmen. Aktiviert durch subklinische Inflammationen spielt auch das Immunsystem über die Ausschüttung von Immunmediatoren eine pathogenetische Rolle. Auch der Adiponektinspiegel als Produkt des Fettgewebes ist für die Krankheitsentstehung von Bedeutung. Als wesentliche exogene Auslösefaktoren eines Typ-2-Diabetes haben sich Übergewicht, Bewegungsmangel und eine ungünstige Ernährung entpuppt. Änderungen des Lebensstils zeigen sowohl bei der Prävention als auch bei der Behandlung eines manifesten Diabetes die besten Effekte. Die Langzeiteffekte verbessern die Lebensqualität und -erwartung deutlich, auch über die Zeit der eigentlichen Maßnahme hinaus.

Abstract

The growing number of patients with diabetes cannot be explained solely by genetic predisposition; there are numerous exogenous risk factors that are to a large extent based on people’s changing lifestyles. Numerous studies published in 2006 tried to answer the question of how lifestyle influences the onset and therapy of type 2 diabetes. Insulin resistance and insulin secretion are considered to be the most significant factors in its pathogenesis. The prevailing glycaemic status seems to be determined by the level of secreted insulin. Activated by subclinical inflammation, the immune system also plays a role in pathogenesis by secreting immune mediators. Finally, the level of adiponectin, a product of fat tissue, is an important factor in the onset of the disease. Overweight, lack of exercise, and suboptimal nutrition have been shown to be exogenous triggers of type 2 diabetes. Lifestyle interventions show the best results both in preventing diabetes and treating existing disease, and their long-term effects considerably improve quality of life and life expectancy, even beyond the time frame of the therapeutic intervention itself.

Dieser Beitrag beruht auf einem Vortrag im Rahmen der Veranstaltung „Diabetes Update 2007“, deren Konzept die Praxisrelevanz betont. Der Beitrag ist nicht als Übersichtsarbeit angelegt und beschreibt nur Veröffentlichungen aus dem Jahr 2006.