, Volume 35, Issue 1, pp 171-186

Das Versprechen der Lyrischen Stiftung

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Zusammenfassung

Kann die Selbstreflexivität des dichterischen Wortes von seiner dinghaften Isolierung gewährleistet werden? Wie ist die Materialität des „Wortes“ in der modernen Lyrik zu denken? Was verbindet das von seinen Gebrauchskontexten und semantischen Arrangements isolierte „Wort“ mit den Figurationen vom „Ding“? Wie ist das „Ding“ der Dichtung überhaupt zu interpretieren, wenn man seine sprachliche Verfasstheit ernst nimmt und sie nicht von referentiellen Indexen herleiten will (seien sie noch so überzeugend abgesichert etwa von den „Klartexten“ der Medientheorie). Diesen Fragen wird in der Arbeit aufgrund von Theoretikern, wie Gadamer, Kittler, Jakobson, de Man, Heidegger, Derrida, nachgegangen, um einen Vorschlag über einen performativen Zug der Dichtung auszuarbeiten, der das „Dingliche“ der Lyrik nicht als etwas Gegenständliches, vielmehr als Spur und Rest einer sprachlichen Inkarnation verstehen möchte. Diese Problemstellung wird in der vergleichenden Analyse zweier immens wichtiger poetologischer Gedichte, Das Wort von Stefan George und Ein Wort von Gottfried Benn, entwickelt.