Natur und Recht

, Volume 31, Issue 4, pp 222–232

Europäische und nationale Regulierung der Bioenergie und ihrer ökologisch-sozialen Ambivalenzen

  • Felix Ekardt
  • Mareike Heering
  • Andrea Schmeichel
AUFSÄTZE

DOI: 10.1007/s10357-009-1649-7

Cite this article as:
Ekardt, F., Heering, M. & Schmeichel, A. NuR (2009) 31: 222. doi:10.1007/s10357-009-1649-7
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Zusammenfassung

Europäisches und deutsches Recht setzen neuerdings stark auf eine ausgebaute Biomassenutzung zur Strom-, Wärme- und Treibstoffgewinnung. Die Biomassenutzung weist eine Reihe ökologisch- sozialer Vor-, aber auch Nachteile auf. Das bisherige, aber auch das zur Verabschiedung anstehende neue europäische und deutsche Bioenergierecht löst diese nicht immer hinreichend auf. Nachhaltigkeitskriterienkataloge können diese Rolle auch strukturell nur begrenzt übernehmen, unter anderem weil sie die nötige Komplexität nicht abbilden, Verlagerungseffekte nicht vermeiden und bestimmte zentrale Aspekte (etwa das Welternährungsproblem) erst gar nicht abbilden können; und wenn, dann müssten die Kataloge über die aktuellen EU-Vorschläge hinausgehen. Wirkungsvoller für die Bioenergienutzung selbst wie auch in der Energiepolitik insgesamt wäre aber eine einschneidende Energieeffizienzpolitik – die den Gesamtverbrauch senken und damit die ökologisch-sozialen Ambivalenzen überschaubarer machen würden, wenn langfristig die erneuerbaren Energien 100% der Versorgung in einer “kohlenstofffreien Wirtschaft” übernehmen. In Verbindung mit der Analyse der Ambivalenzen bietet der vorliegende Beitrag zugleich einen kurzen Überblick über das Bioenergierecht.

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© Springer 2009

Authors and Affiliations

  • Felix Ekardt
    • 1
  • Mareike Heering
    • 2
  • Andrea Schmeichel
    • 2
  1. 1.Universität RostockRostockDeutschland
  2. 2.Universität BremenBremenDeutschland