, Volume 154, Issue 3, pp 663-670
Date: 05 Feb 2013

Can the substructure of fossil feathers provide taxonomic information?

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Abstract

In the study reported here we explore a method for extracting information on the identity of fossil bird families from the fossil feather substructure and their possible taxonomic association with extant bird families. Such information can serve as an ecological indicator of the paleo-environment from which the fossil feathers have originated. It has been established that the balance between the water repellency and the resistance to water penetration of feathers can provide taxonomic information on bird families. These properties of feathers can be determined from the diameter of the barbs and their spacing, and their values correlate to the behavior/habitats of a large variety of families, particularly water bird families. The observed relationship between feather structure and habitat/behavior in extant water birds equally applies to fossil feathers and hence offers taxonomic clues about its avian bearer. The method is most productive for body feathers and limited to fossils of sufficient quality to permit evaluation in terms of barb diameter and spacing. The fossil feather collections of the Paleo-biology section of the Smithsonian Institution, Washington DC and the Senckenberg Research Institute and Natural History Museum, Frankfurt a/M were examined, and those specimens most amenable to quantitative evaluation were measured. The family relation of several specimens could be independently verified by the presence of additional anatomic material.

Zusammenfassung

Kann man aus der Unterstruktur von fossilen Federn taxonomische Informationen erschließen?

Wir untersuchen ein Verfahren, das Rückschlüsse auf die Identität fossiler Vogelfamilien zulässt. Dieses Verfahren basiert auf dem möglichen taxonomischen Zusammenhang zwischen der Federunterstruktur der fossilen und der gegenwärtigen Vogelfamilien. Die Verwandtschaft der Federunterstruktur kann als ökologischer Indikator dienen, um Rückschlüsse auf die paläozeitliche Lebenswelt, aus der die fossilen Federn stammen, zu ziehen. Es wurde gezeigt, dass der Zusammenhang zwischen Wasserabweisungsvermögen und Wasserdurchdringung der Federn die notwendigen taxanomischen Informationen liefert. Diese Federneigenschaften können aus dem Durchmesser und Abstand der Barben bestimmt werden. Die erhaltenen Werte korrelieren für ein breites Spektrum von Verhaltensweisen und Habitat, insbesondere im Bezug auf Wasservogelfamilien. Dieser beobachtete Zusammenhang zwischen Federstruktur, Verhaltensweisen und Habitat in heutigen Wasservögeln kann auf die Analyse fossiler Federn übertragen werden und erlaubt damit Rückschlüsse auf die Taxonomie der Vögel. Diese Methode ist vor allem zur Analyse von Körperfedern geeignet, und die Federnqualität muss ausreichen, um Durchmesser und Abstand der Barben zuverlässig zu bestimmen. Die Sammlungen fossiler Federn der Paläobiologischen Abteilung des Smithsonian Institute, Washington D.C (U.S.A.), und des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturhistorischen Museums in Frankfurt a. M. wurden gesichtet und Federn mit ausreichender Qualität für die quantitative Untersuchung wurden dementsprechend vermessen. Die Verwandtschaft zwischen den Familien einiger Exemplare konnte anhand zusätzlicher anatomischer Information unabhängig von der Federnanalyse bestätigt werden.

Communicated by F. Bairlein.