, Volume 17, Issue 6, pp 515-520
Date: 16 Aug 2014

Anwesenheit von Angehörigen während kardiopulmonaler Reanimation

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Zusammenfassung

Hintergrund

Die kardiopulmonale Reanimation (CPR) ist ein häufig vorkommendes Ereignis. Vielfach sind, v. a. im außerklinischen Bereich, Angehörige während der CPR anwesend.

Fragestellung

Was ist die Einstellung professioneller Helfer zur Anwesenheit von Angehörigen bei der CPR? Welche Erkenntnisse liegen hinsichtlich der Auswirkungen der Anwesenheit während der CPR auf Angehörige und Teamperformance vor?

Methode

Narratives Literaturreview.

Ergebnisse

Die Anwesenheit von Angehörigen während der CPR wird von professionellen Helfern überwiegend kritisch gesehen. Es werden psychologisch negative Auswirkungen bei den Angehörigen und negative Auswirkungen auf die CPR-Performance befürchtet. Die Anwesenheit während der CPR wird von Angehörigen zumeist als positives Ereignis erlebt und scheint keine negativen Auswirkungen auf klinische Parameter wie Angst, Depression und posttraumatische Stresssymptome zu haben.

Schlussfolgerungen

Angehörige sollten die Möglichkeit erhalten, darüber zu entscheiden, ob sie während einer CPR anwesend sein wollen oder nicht. Spezifische Rahmenbedingungen müssen jedoch erfüllt sein.

Abstract

Background

Cardiopulmonary resuscitation (CPR) is a frequent event. In many cases, especially during prehospital CPR, relatives or family members are present during CPR.

Aim

The purpose of this work was to explore health care providers’ attitudes towards the presence of relatives during CPR and to describe the evidence regarding the impact of the presence of relatives during CPR on relatives and staff-performance as well.

Methods

Narrative literature review.

Results

Health care providers are skeptical about the presence of relatives during CPR. They expect a negative impact on relative’s psychological status and staff performance. Relatives perceive their presence during CPR as helpful. It seems to have no negative impact on anxiety, depression, and post-traumatic stress disorder.

Conclusion

Relatives should be given the opportunity to decide whether they want to be present during CPR. However, specific requirements should be met.