, Volume 13, Issue 7, pp 679-722
Date: 13 Nov 2010

Kreislaufstillstand unter besonderen Umständen: Elektrolytstörungen, Vergiftungen, Ertrinken, Unterkühlung, Hitzekrankheit, Asthma, Anaphylaxie, Herzchirurgie, Trauma, Schwangerschaft, Stromunfall

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8a Lebensbedrohliche Elektrolytstörungen

Überblick

Elektrolytstörungen können Herzrhythmusstörungen und einen Kreislaufstillstand auslösen. Lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen sind gewöhnlich mit Störungen des Kaliumhaushalts, insbesondere Hyperkalämien, und weniger häufig mit Entgleisungen der Serumkalzium- und Serummagnesiumspiegel assoziiert. In manchen Situationen soll die Therapie einer lebensbedrohlichen Elektrolytstörung bereits vor dem Eintreffen der Laborwerte eingeleitet werden.

Die hier angegebenen Elektrolytgrenzwerte haben lediglich orientierenden Charakter für die klinische Therapieentscheidung. Die exakten Werte, die ein therapeutisches Eingreifen notwendig machen, hängen vom klinischen Zustand des Patienten und dem Ausmaß der Elektrolytveränderungen ab. Es existieren keine oder nur wenige evidenzbasierte Angaben zur Behandlung von Elektrolytstörungen während eines Kreislaufstillstands, sodass man sich an den Behandlungsstrategien bei Patienten ohne Kreislaufstillstand ...