Notfall + Rettungsmedizin

, Volume 8, Issue 6, pp 422–428

Kardiale Notfälle bei Kindern

Pädiatrische Notfälle

DOI: 10.1007/s10049-005-0760-4

Cite this article as:
Möller, J.C., Geipel, M. & Steinmetz, O. Notfall + Rettungsmedizin (2005) 8: 422. doi:10.1007/s10049-005-0760-4
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Zusammenfassung

Kardiale Notfälle sind bei Kindern deutlich seltener als bei Erwachsenen, ihr Management unterscheidet sich durch Unterschiede in der kardiovaskulären Physiologie von Erwachsenen und Kindern. So ist insbesondere eine Tachykardie bei Kindern anders zu bewerten. Angeborene Herzfehler wie die Fallotsche Tetralogie werden oft nicht direkt bei der Geburt diagnostiziert und müssen bei der Differenzialdiagnose einbezogen werden. Kardial bedingte Synkopen im Kindesalter können beispielsweise auf einem Long-QT-Syndrom beruhen und damit mit einer ernsten Prognose verbunden sein. Dementsprechend ist eine stationäre Einweisung immer erforderlich. Die Bewertung eines Schockzustands ist im Kindesalter extrem schwierig, eine Einschätzung kann näherungsweise nach Herzfrequenz, Blutdruck und Bewusstseinslage erfolgen. Kinder zeigen nach primär respiratorischer Störung häufiger ein sekundäres kardiales Versagen, hier müssen großzügig und frühzeitig Katecholamine eingesetzt werden. Nach der präklinischen Akutversorgung sollte die Verlegung immer in ein kinderkardiologisch bzw. kinderintensivmedizinisch versiertes Zentrum erfolgen.

Schlüsselwörter

PädiatrieKardiale NotfälleTachykardieHerzrhythmusstörungenSchock

Cardiac emergencies in children

Abstract

Cardiac emergencies in children are substantially less common than those in adults, and their management varies due to differences in cardiac physiology. Tachycardia, in particular, should be differently evaluated in children. Congenital heart problems such as Fallot’s tetralogy are often not diagnosed directly at birth and must be considered in differential diagnoses. Cardiac syncope in childhood can, for example, be due to long QT syndrome and, therefore, contain a grave prognosis. Admission as an in patient is always necessary. The evaluation of shock in a child is extremely difficult and an estimate of heart rate, blood pressure and consciousness are required. After initial respiratory disorders, children commonly present with secondary cardiac failure which requires the rapid and liberal use of catecholamines. After preclinical acute care, the patient should always be transferred to a paediatric cardiology or intensive care unit.

Keywords

PaediatricsCardiac emergenciesTachycardiaCardiac dysrhythmiaShock

Copyright information

© Springer Medizin Verlag 2005

Authors and Affiliations

  1. 1.Klinik für Kinder- und JugendmedizinKlinikum Saarbrücken
  2. 2.Klinik für Kinder- und JugendmedizinKlinikumSaarbrücken