Jahrbuch für Regionalwissenschaft

, 29:29

Crime, unemployment, and xenophobia?

An ecological analysis of right-wing election results in Hamburg, 1986–2005

Authors

    • Lehrstuhl für VolkswirtschaftslehreTechnische Universität München
  • Ralph Rotte
    • Institute of Political ScienceRWTH Aachen University
Original Paper

DOI: 10.1007/s10037-008-0032-0

Cite this article as:
Steininger, M. & Rotte, R. Jahrb Regionalwiss (2009) 29: 29. doi:10.1007/s10037-008-0032-0

Abstract

This paper investigates the consequences of immigration, crime and socio-economic depriviation for the performance of right-wing extremist and populist parties in the German city state of Hamburg between 1986 and 2005. The ecological determinants of voting for right-wing parties on district level are compared to those for mainstream and other protest parties. Parallels and differences in spatial characteristics between right-wing extremist and populist parties’ performance are identified. Our empirical results tend to confirm the general contextual sociological theory of right-wing radicalization by general social deprivation and immigration. Nevertheless, they indicate that one has to be very cautious when interpreting the unemployment/crime – right-winger nexus. Moreover, crime does not seem to have a strong significant effect on right-wing populist parties’ election successes despite its importance for their programmes and campaigns.

Keywords

ElectionsPolitical extremismLabor market policyWelfare policyImmigration

Zusammenfassung

Die vorliegende Studie identifiziert durch die ökonometrische Auswertung eines selbsterstellten neuen Datensatzes auf Stadtteilebene die Auswirkungen von Zuwanderung, Kriminalität und sozio-ökonomischer Deprivation auf die Ergebnisse von rechtsextremistischen und populistischen Parteien im Bundesland Hamburg über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten (1986–2005). Die Resultate der “ökologischen Analyse” rechtsextremen und populistischen Wahlverhaltens werden zum einen mit jenen dem politischen Mainstream zugehörigen und weiteren Protestparteien verglichen, zum anderen werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den räumlichen Faktoren identifiziert. Unsere empirischen Ergebnisse tendieren dazu, die allgemeinen kontextabhängigen soziologischen Theorien rechtsextremistischer Radikalisierung bei vorherrschender sozialen Deprivation und Zuwanderung zu bestätigen. Nichtsdestoweniger weisen sie darauf hin, dass die Verknüpfung Arbeitslosigkeit/Kriminalität mit rechtsextremen Wahlverhalten mit Vorsicht zu verwenden ist: Kriminalität spielt zwar für die Programme und Programmatik der rechtsextremen und populistischen Parteien eine bedeutende Rolle, für den Wahlerfolg kann kein nennenswerter statistisch signifikanter Zusammenhang festgestellt werden.

Schlüsselwörter

WahlenPolitischer ExtremismusArbeitsmarktpolitikSozialpolitikZuwanderung

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