, Volume 8, Issue 4, pp 295-303

Anatomie im Dienste der Ultraschalldiagnostik und der Therapie der Varikose

Rent the article at a discount

Rent now

* Final gross prices may vary according to local VAT.

Get Access

Zusammenfassung

Die anatomischen Beschreibungen der Vv. saphenae sind je nach Autor sehr unterschiedlich—sowohl im Lauf der Geschichte als auch noch heute. Seit der Einführung des Ultraschalls hat man die Existenz einer Bindegewebsschicht rund um die Saphenastämme neu entdeckt. Caggiati beschrieb sowohl die sog. Fascia saphena, als auch die Saphenaloge („saphenous compartment“). Die Fascia saphena überspannt die Saphenastämme entlang ihres Verlaufs. Sie ist seitlich mit der darunter liegenden Muskelfaszie verankert und bildet somit das Dach eines Tunnels, der Saphenaloge, in dem die Stammvenen verlaufen und wiederum verankert sind. Nicht nur ihr Verlauf, sondern auch ihre Histologie scheint die Stammvenen klar von den Seitenästen zu unterscheiden. Die duplexsonographischen Erfassungen von gesunden und erkrankten Beinen ergänzen die anatomischen Beobachtungen und ergeben eine erste Einteilung des Venenverlaufs und seiner häufigsten Normvarianten. Sie bieten interessante Denkanstöße für weitere Überlegungen und Untersuchungen. Die Arbeiten von Caggiati und von Ricci werden hier in einem Übersichtsartikel zusammengestellt.

Abstract

Depictions of the anatomy of saphenous veins have been very diverse in medical history. Since ultrasound was introduced to investigate superficial veins, the existence of a membranous layer above the saphenous trunks has been rediscovered. Caggiati described it as fascia saphena, which delimitates the saphenous compartment. The fascia saphena covers the spahenous trunks and is anchored to the underlying fascia muscularis, so that it creates a tunnel along the course of the saphenous veins. Not only these findings, but also the different histology of the veins seem to differentiate the saphenous trunks clearly from the side branches. Duplex ultrasound examinations of healthy volunteers and legs with varicose veins support the anatomical findings and allow a first classification of the courses followed by saphenous veins as well as their normal variation. These observations invite to further investigations on the anatomy and physiology of superficial veins. The findings of Caggiati and Ricci have been combined in this overview.