, Volume 14, Issue 1, pp 58-64

Gastrointestinale Nebenwirkungen und Ernährung bei Tumortherapie

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Zusammenfassung

Bereits bei Diagnosestellung ist eine Mangelernährung bei vielen Tumorpatienten evident. Insbesondere in der palliativen Situation werden Tumorpatienten über große Spannen der ihnen verbleibenden Zeit mit systemischen Tumortherapien mit dem Ziel behandelt, die Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern. Unerwünschte Wirkungen am Intestinaltrakt können zu einer weiteren Verschlechterung des Ernährungszustands beitragen und so neben der Beeinträchtigung der Lebensqualität den Nutzen der Therapie begrenzen. Mundschleimhautentzündungen, Übelkeit und Erbrechen, aber auch Diarrhö oder Obstipation führen häufig zu einer Einschränkung der Nahrungsaufnahme. Die Möglichkeiten der Vorbeugung und Behandlung der gastrointestinalen Nebenwirkungen der Tumortherapie wurden in den letzen Jahren erheblich erweitert. Es liegen von verschiedenen Fachgesellschaften Leitlinien und Empfehlungen vor, die bei der Wahl geeigneter Maßnahmen eine rasche Orientierungshilfe darstellen. Können trotz optimalen Einsatzes der verfügbaren Maßnahmen die Nebenwirkungen nicht abgestellt werden, muss der Nutzen der Therapie kritisch gegenüber den Belastungen abgewogen werden.

Abstract

Malnourishment is already evident in many tumor patients when the diagnosis is made. Particularly in the palliative setting, tumor patients are managed with systemic tumor therapies for extended periods of their remaining time with the goal of maintaining or improving their quality of life. Adverse gastrointestinal (GI) effects can contribute to further deterioration of the patients’ nutritional status, thus not only impairing their quality of life but also limiting the effectivity of the treatment. Oral mucosits nausea, and vomiting, but also diarrhea or constipation, often result in a reduction of food intake. The possibilities for preventing and treating GI side effects of tumor therapy have been considerably expanded in recent years. Various societies offer guidelines and recommendations, which provide a quick guide to choosing appropriate measures. If the side effects cannot be relieved despite optimal use of available means, the therapeutic benefits must be critically considered and weighed against the harmful effects.