, Volume 107, Issue 4, pp 55-60

Osteoporose – Risikofaktor in der Zahnheilkunde?

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Summary

Osteoporosis refers to a complex of diseases, marked by a reduced bone mass and bone quality. Osteoporosis affects about one quarter of the female population from the 65th year of life. Also one in five men will suffer an osteoporotic fracture during their lifetime. Dentists have to ask three key questions, namely (question 1) are patents with osteoporosis potential risk patients in dentistry, (question 2) what is the impact of pharmacological osteoporosis therapy in dentistry, and (question 3), can a dentist by measuring the alveolar bone of osteoporosis risk estimate of his patients? To answer the first two questions would allow the dentist to individualize treatment options of osteoporotic patients. Answering the third question, would allow the dentist to screen for patients at risk for osteoporosis. The assumption of a link between aspects of dentistry and osteoporosis seems justified and is the scientific basis of clinical and preclinical studies. However, exactly those studies add to a differentiated view of this topic which are presented and summarized in this review.

Zusammenfassung

Osteoporose bezeichnet einen Komplex von Erkrankungen, die durch eine verringerte Knochenmasse und Knochenqualität gekennzeichnet ist. Osteoporose betrifft etwa ein Viertel der weiblichen Bevölkerung ab dem 65. Lebensjahr. Auch einer von fünf Männern wird eine osteoporotische Fraktur im Laufe des Lebens erleiden. Für den Zahnarzt stellen sich drei wesentliche Fragen, nämlich (Frage 1) sind Patienten mit Osteoporose potentielle Risikopatienten in der Zahnheilkunde, (Frage 2) welche Auswirkungen hat die pharmakologische Osteoporosetherapie in der Zahnheilkunde, und (Frage 3) kann der Zahnarzt durch Vermessung des Alveolarknochens das Risiko einer Osteoporose abschätzen? Die Beantwortung der beiden ersten Fragen würde dem Zahnarzt eine individualisierte Therapie osteoporotischer Patienten ermöglichen. Die Beantwortung der dritten Frage würde dem Zahnarzt die Früherkennung von Patienten mit einem Risiko für Osteoporose erlauben. Die Annahme eines Zusammenhangs zwischen Osteoporose und Aspekten der Zahnmedizin ist wissenschaftliche Grundlage klinischer und präklinischer Studien. Es sind aber genau jene Studien die zu einer differenzierten Sichtweise dieser Thematik ermahnen und in der vorliegenden Übersichtsarbeit zusammenfassend dargestellt werden.

Korrespondenz: Reinhard Gruber, Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Abt. Orale Chirurgie, Währinger Str. 25a, 1090 Wien, Österreich