Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie

, Volume 46, Issue 6, pp 511–516

Genderaspekte der Malnutrition und assoziierte Folgeerkrankungen

Prävention und Therapie
Beiträge zum Themenschwerpunkt

DOI: 10.1007/s00391-013-0535-3

Cite this article as:
Lechleitner, M. & Hoppichler, F. Z Gerontol Geriat (2013) 46: 511. doi:10.1007/s00391-013-0535-3
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Zusammenfassung

Die Malnutrition führt zu einer Reihe von Folgeerkrankungen, deren Prävalenz bei älteren Frauen zum Teil höher ist als bei Männern und in einer verstärkten Einschränkung der Mobilität und damit Lebensqualität resultiert. Die Entstehung der Malnutrition ist multifaktoriell, wobei sozioökonomische Ursachen wie Altersarmut und Vereinsamung bei Frauen häufiger zu beobachten sind als bei Männern. Die altersassoziierte Abnahme der Muskelmasse ist bei Frauen stärker ausgeprägt als bei Männern und damit das Risiko zur Entwicklung einer Sarkopenie und Frailty erhöht. Von einer sarkopenischen Adipositas sind Frauen häufiger betroffen. Die Fehlernährung erhöht das Risiko zur Entwicklung der Osteoporose; rund 80 % aller Osteoporosepatienten sind Frauen. Ein niedriger Vitamin-D-Serumspiegel korreliert bei älteren Frauen deutlicher als bei Männern mit einer schlechteren kognitiven Leistungsfähigkeit. Die Prävention, frühzeitige Diagnose und Therapie der Malnutrition ist von großer klinischer Bedeutung, um insbesondere bei Frauen die funktionellen Fähigkeiten und damit die Lebensqualität zu erhalten.

Schlüsselwörter

Genderaspekte Komorbidität Lebensqualität Sarkopenie Frailty 

Gender aspects of malnutrition and associated sequelae

Prevention and therapy

Abstract

Malnutrition is related to a range of secondary complications. The prevalence of many of these sequelae is higher in elderly women than in men, thus resulting in a higher level of impairment and reduced quality of life. Multiple factors lead to the development of malnutrition and socioeconomic causes, such as poverty among the elderly and isolation, are more common in elderly women. The age-associated loss of muscle mass is more pronounced in women than in men and the risk of developing sarcopenia and frailty is increased. The prevalence of sarcopenic obesity is higher in women than in men. Malnutrition increases the risk of osteoporosis and about 80 % of all osteoporosis patients are women. Furthermore, low serum levels of vitamin D correlate more closely to a poorer cognitive outcome in elderly women than they do in men. The prevention, early diagnosis and therapy of malnutrition is of great clinical importance, particularly to preserve physical functional capacity and thus quality of life in elderly women.

Keywords

Gender aspects Comorbidities Quality of life Sarcopenia Frailty 

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2013

Authors and Affiliations

  1. 1.Landeskrankenhaus HochzirlZirlÖsterreich
  2. 2.Krankenhaus der Barmherzigen BruederSalzburgÖsterreich